MK Lux Classik Plus
Feste Aktienquote bringt Mischfonds Erfolg

Der Begriff „Klassik“ steht für Altbewährtes. Demnach trägt der MK Lux Classic Plus seinen Namen vielleicht bald zu Unrecht. Denn Anfang August hat die Münchner Kapitalanlage (MK) den eher konservativ ausgerichteten Mischfonds an die Muttergesellschaft Cominvest abgegeben. Eine Strategieränderung erscheint angesichts der guten Performance des Fonds allerdings wenig empfehlenswert.

HAMBURG. Dort ist nun Jörg Schlinghoff für das Portfolio verantwortlich. Inwieweit mit dem Managerwechsel auch eine Strategieänderung verbunden ist, steht noch nicht fest.

Aus aktuellem Blickwinkel erscheint eine solche Änderung allerdings wenig empfehlenswert. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der auf Rang neun liegende MK Lux Classic Plus mit 8,19 Prozent einen beinahe doppelt so hohen Wertzuwachs wie der Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe. Diesen Erfolg verbuchte das MK-Team mit einer klassischen Strategie. Seit Auflage im Oktober 1995 investierte es am Anfang eines Jahres stets zu 42,5 Prozent in Euro-Renten, zu 30 Prozent in Euro-Geldmarktpapiere und zu 27,5 Prozent in Europa-Aktien. Weil sich diese Gewichtung im Jahresverlauf durch Kursänderungen verschob, passte das Team sie Anfang des Folgejahres an.

„Wir haben bewusst nicht mit den Quoten gespielt“, sagt MK-Manager Michael Vieker. Dadurch habe man sich von gängigen Marktmeinungen lösen wollen. Die überdurchschnittliche Rendite auf Jahressicht führt er vor allem darauf zurück, dass der Geldmarktanteil höher als bei anderen Produkten lag. Allein dieser Teil des Portfolios habe in den vergangenen zwölf Monaten drei Prozent Wertzuwachs erzielt, während Euro-Renten nur etwa ein Prozent gebracht hätten. Beim Aktienanteil vertrauten die MK-Manager traditionell auf deutsche Werte. „In den vergangenen Wochen haben wir uns komplett von den 20 Prozent Nebenwerten getrennt“, sagt Vieker. Der Grund: Papiere großer Unternehmen seien derzeit günstiger bewertet und brächten höhere Dividendenrenditen.

Auch Helmut Hipper spielt nicht gern mit der Aktienquote. Beim Invest Classic von Union Investment hält er sich an die Faustregel: jeweils 36 Prozent Aktien und Euro-Renten sowie 28 Prozent offene Immobilienfonds. Selbst in den vergangenen zwölf Monaten, als es für europäische Werte steil bergauf ging, erhöhte er den Aktienanteil nur leicht auf 38 Prozent.

Trotz der Zurückhaltung erzielte sein Fonds eine vergleichsweise hohe Rendite. „Mit unserem Schwerpunkt auf konjunkturabhängigen Branchen lagen wir richtig“, erklärt Hipper. So setzte er in den vergangenen Monaten vor allem auf Chemie-, Bau- und langlebige Konsumwerte. Ein Ende der Hausse sieht er trotz der jüngsten Turbulenzen nicht. „Die Aussichten bleiben längerfristig positiv“, sagt Hipper.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%