M&G Global Basics liefert gute Leistung
Früherer Top-Fonds enttäuscht die Anleger

Manche Erfolgsformeln sind genial einfach – vielleicht funktionieren sie gerade deshalb so gut. So schien es lange Zeit auch beim WM Aktien Global der Frankfurter Universal Investment zu sein. Doch mittlerweile stürzt der Fonds bei internationalen Aktienportfolios mehr und mehr ab.

HAMBURG. Dort filtert Berater Wolfgang Mayr mit dem Computer aus weltweit 2 500 Titeln Kaufkandidaten heraus. Nach der anschließenden fundamentalen Analyse schaffen es 26 Firmen mit gutem Wachstumspotenzial und angemessener Bewertung ins Portfolio. Sie bleiben dort so lange, bis sie nicht mehr in der Liste der Kaufkandidaten auftauchen. Dabei gewichtet Mayr alle Aktien gleich und sichert Währungsrisiken ab – beim 1997 aufgelegten WM Aktien Global USD auf Dollar-Basis, beim 1999 dazugekommenen Parallelfonds auf Euro.

Das System spielte in den Jahren 2002 und 2003 eine Top-Performance ein, produzierte dagegen in den vergangenen zwölf Monaten höchst unterdurchschnittliche Ergebnisse. Weil in der Dollar-Variante Währungsverluste hinzukamen, rutschte der WM Aktien Global USD in der jüngsten Auswertung von 342 global ausgerichteten Aktienfonds mit einem Minus von 16,18 Prozent sogar auf den drittletzten Platz ab (Tabelle). Bei der mit einem Volumen von 137 Mill. Euro deutlich größeren Euro-Version waren es fast elf Prozent. Viele Anleger, die meist erst Anfang 2004 aufgesprungen waren, kehrten dem vermeintlichen Überflieger bereits wieder den Rücken: Im laufenden Jahr flossen rund 80 Mill. Euro ab.

Als „äußerst unerfreulich“ empfindet auch Mayr selbst die jüngste Wertentwicklung. Noch sieht der Münchener Vermögensverwalter allerdings keinen Grund zur Beunruhigung: „Unsere Anlagestrategie ist darauf ausgerichtet, innerhalb von zwölf bis 24 Monaten ein besseres Ergebnis zu erzielen als der MSCI-Weltindex. Dabei kalkulieren wir bewusst ein, dass es immer wieder zu Phasen mit einer deutlich schlechteren Entwicklung kommt.“

Einem vergleichsweise einfachen Konzept folgt auch der aktuell an der Spitze stehende Global Basics Fund der britischen Gesellschaft M&G. Dort stehen Fondsmanager Graham French alle Unternehmen offen, deren Produkte man anfassen kann – von der Kohle über Turnschuhen bis hin zu Eiscreme und Mobiltelefonen. Zu den größten Positionen gehören etwa Total, Adidas-Salomon und BHP.

„Mit seiner speziellen Ausrichtung demonstriert der M&G Global Basics echte Allwetterqualitäten“, urteilt Gerd Bennewirtz. Konservativen Anlegern empfiehlt der Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleistungsinstituts SJB- Fonds-Skyline den M&G-Fonds deshalb als Basisinvestment. Die Probleme des WM-Fonds kommentiert Bennewirtz wie folgt: „Wenn die Märkte widersprüchliche Signale geben, läuft der verwendete Prozess ins Leere. Kurz- bis mittelfristig wird sich daran nichts ändern, da die Konjunkturdaten aus den USA, Japan, Großbritannien und Euro-Land durchwachsen sind und keine klaren Trendaussagen zulassen.“

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