M&G Global Basics und Templeton Growth
Wenig Überschneidungen bei Globalfonds

Der M&G Global Basics und der Templeton Growth haben zwei Gemeinsamkeiten: Beide Fonds investieren weltweit, und sie gehören zu den zehn größten Angeboten ihrer Kategorie. In diesen beiden Punkten erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten jedoch bereits, denn die Fondsmanager setzen deutlich voneinander abweichende Akzente.

HAMBURG. Das belegt ein Blick auf ihre größten Positionen: So befindet sich keine der zehn größten Aktien des M&G Global Basics unter den Top Ten des Templeton Growth. Umgekehrt hält M&G-Manager Graham French nicht einen der Top-Ten-Titel aus dem Templeton-Fonds; Er hat unter anderem die Finanzkonzerne HSBC und Royal Bank of Scotland sowie das Medienunternehmen News Corp im Portfolio.

„Ich investiere grundsätzlich nicht in Aktien aus den Bereichen Finanzen, Medien, Gesundheitswesen, Technologie und Telekommunikation“, erläutert French, dessen Fonds in den vergangenen zwölf Monaten das zweitbeste Ergebnis unter den Volumenschwergewichten seiner Kategorie erzielte. Im gesamten Sektorvergleich belegt der Fonds Rang 46 von 394 Fonds. Dagegen reichte es für die Dollar-Tranche des Templeton Growth lediglich zu Rang 139.

„Im vergangenen Quartal belastete die schwache Entwicklung von Titeln wie HSBC oder dem amerikanischen Versicherer AIG die Wertentwicklung", erläutert Templeton-Manager Murdo Murchison, der aktuell gut 16 Prozent des Portfolios in Finanzwerten hält. Zu seinen bevorzugten Branchen gehören auch Medien- und Gesundheitstitel, die er mit zwölf beziehungsweise 8,5 Prozent gewichtet.

French hingegen setzt seinen Schwerpunkt weiter auf die Sektoren Roh- und Grundstoffe, die gut die Hälfte des Portfolios abdecken. „In jüngster Zeit haben wir jedoch einige Umschichtungen zu Gunsten von Titeln aus dem Agrarsektor vorgenommen und unter anderem die Minengesellschaft BHP Billiton verkauft“, benennt er die jüngsten Veränderungen.

Angesichts der geringen Überschneidung der beiden Fonds-Portfolios raten viele Experten Anlegern dazu, den Bereich Globale Aktien über beide Fonds abzudecken. Diese Meinung teilt auch Eric Wiese. „Das M&G-Produkt investiert bevorzugt in Unternehmen am Beginn der Wertschöpfungskette, während der Templeton Growth auch fortgeschrittenere Märkte wie den Technologie-Sektor abdeckt“, bringt der Geschäftsführer des Finanzdienstleistungsinstituts Hamburger Vermögen die Unterschiede auf den Punkt und rät zu einer Depotgewichtung von jeweils 50 Prozent.

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