Nach der Schließung des „Grundbesitz-Invest“
Fonds-Probleme belasten Deutsche Bank

Die Immobilientochter der Deutschen Bank hat am Dienstag ihren Flaggschiff-Fonds „Grundbesitz-Invest“ bis Februar geschlossen. Anleger können ihre Anteile weder zurückgeben noch neue Anteile kaufen. Das gab es noch nie in Deutschland. Die Finanzaufsicht ist alarmiert und schaut sich bei anderen Anbietern um.

pot/rrl FRANKFURT. Eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sagte am Dienstag, man werde sich ein Bild über die Lage der übrigen Anbieter machen. Falls notwendig, könne dies auch zu der einen oder anderen Sonderprüfung führen. Flächendeckende Prüfungen über alle Fonds hinweg, über die in Presseberichten spekuliert wurde, seien aber nicht geplant.

Die Deutsche-Bank-Immobilientochter DB Real Estate hatte am Dienstag bekannt gegeben, das sie die Anteilsrücknahme des offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest bis zur vollständigen Neubewertung der Immobilien Anfang Februar aussetzen wird. Die Rücknahme sei ausgesetzt worden, um alle Anleger gleich zu behandeln, hieß es weiter. DB Real Estate reagiert mit dem Schritt offenbar auf massive Mittelabflüsse. Am Wochenende war durchgesickert, dass das gesamte Fondsvermögen wegen des Preisverfalls am deutschen Immobilienmarkt neu bewertet werden soll.

Im Fokus standen am Mittwoch im frühen Handel an der Frankfurter Börse die Aktien der Deutschen Bank. Sie fielen zeitweise um mehr als zwei Prozent. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf die aktuellen Fonds-Probleme der Tochter DB Real Estate. Am Markt werde nun über eine Beteiligung der Bank an den Risiken und mögliche Abschreibungen spekuliert.

Am Wochenanfang hatte DB Real Estate zunächst angekündigt, bis zum Abschluss der Prüfung keine weiteren Fondsanteile mehr auszugeben. Über die Höhe der damit verbundenen Abwertungen mochte die Investmentgesellschaft mit Rücksicht auf die Sachverständigen, auf Basis deren Bewertungsergebnissen die Anteilswerte ermittelt werden, nicht spekulieren. Finanzkreise gehen von einem Abschreibungsbedarf in dreistelliger Millionenhöhe aus.

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