Nach Hedge-Fonds folgt als neuer Trend Private Equity
Asset-Manager nutzen externes Fachwissen

In alternativen Kapitalanlagen sehen immer mehr Banken und Fondsfirmen ein neues und interessantes Geschäftsfeld. Mit der Verbreiterung der bestehenden Produktpalette in Anlageklassen wie Hedge-Fonds, Rohstoffe, Immobilien und Private Equity verspricht sich die Finanzbranche wegen der besseren Ausgewogenheit zudem die Reduzierung der Ertragsrisiken. Den Mangel an Erfahrung bei alternativen Kapitalanlagen sucht man durch Kooperationen mit ausländischen Anbietern wettzumachen.

FRANKFURT/M. „Diese Strategie macht Sinn“, sagt Klaus Bollmann, Geschäftsführer der Union Alternative Assets, gegenüber dem Handelsblatt. Die Luxemburger Unico – Tochter von Union Investment – bietet schon seit Mai 2003 als erste deutsche Kapitalanlagegesellschaft einen Hedge- Fonds-Dachfonds als Privatplatzierung auf dem deutschen Markt an. Sie bedient sich dabei des Fachwissens der bei Alternativ-Investments erfahrenen schweizerischen Partners Group.

Einen anderen Weg geht die Hypo-Vereinsbank (HVB). Die Bank kooperiert seit Ende 2003 mit dem US-Hedge-Fonds-Anbieter Ramius Capital Group. Die HVB bringt ihr Geschäft mit Hedge-Fonds-Dachfonds in die unter Ramius HVB Partners firmierende Gesellschaft ein, die beiden Partnern zu gleichen Teilen gehört. „In Deutschland gibt es bei der Realisierung des Alternativ- Investment-Ansatzes noch einiges zu tun“, sagt Jens-Peter Neumann, Bereichsvorstand Corporates and Markets bei der HVB. „Ramius verfügt in den USA über ein breites Netzwerk und ist uns seit 1995 sehr gut bekannt“, stellt Neumann einen der Gründe für die strategische Partnerschaft dar.

Für Union Investment gab es nach den Worten von Bollmann andere Gründe für globale Partnerschaften – nämlich die bei Hedge- Fonds bislang eher geringe Transparenz und Liquidität. Als einer der ersten Anbieter hat Partners Group eine Managed-Account-Plattform entwickelt, die den Anlegern eine hohe Transparenz hinsichtlich der von Hedge-Fonds an den Börsen vorgenommenen Investments bietet. Mangelnde Transparenz galt bei Finanzinstituten bisher als wichtigster Grund für die Ablehnung von Hedge-Fonds-Investments.

Die Zukunft wird eine deutliche Verbreiterung der Produktpalette bei alternativen Investments bringen, sagen Neumann und Bollmann unisono. Es mache Sinn, auch über die anderen bekannten Formen von Alternativ-Investments nachzudenken, sagte Neumann. Dies gelte etwa für Rohstoffe.

Union Investment will auch außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen (Private Equity) anbieten. „Die Gemengelage für Private Equity ist aus verschiedenen Blickwinkeln interessant“, sagt Bollmann. Man arbeite mit der Partners Group intensiv an der Konstruktion eines Private-Equity-Dachfonds. Dieser soll im zweiten Halbjahr kommen.

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