Nach kräftigert Ohrfeige vom Vorjahr droht erneut eine Watsch'n
Fonds senken den Daumen über Jürgen Schrempp

Mehrere Großinvestoren kritisieren das Management und wollen dem Daimler-Chef auf der Hauptversammlung die Entlastung verweigern.

FRANKFURT/M. Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp muss sich auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch auf neue Attacken einrichten. Mehrere institutionelle Investoren wollen auf der in Berlin stattfindenden Aktionärsversammlung des Unternehmens auf Konfrontationskurs zum Top-Manager einschwenken. Nach Handelsblatt-Informationen planen die Fondsgesellschaft SEB und die Fondsgesellschaft der Genossenschaften Union-Investment, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Schrempp muss sich damit abermals auf einen Denkzettel der Anleger einstellen, denn beide Fonds halten zusammen rund 16,5 Millionen Daimler-Aktien.

Bereits im vergangenen Jahr hatten nur 88,49 Prozent des anwesenden Kapitals dem Management die Entlastung erteilt, nach mehr als 99 Prozent noch ein Jahr zuvor. Analysten hatten damals von einer „kräftigen Ohrfeige“ für den Vorstand gesprochen.

Auch die größte deutsche Fondsgesellschaft, DWS, trägt sich zumindest mit dem Gedanken, dem Management die Gefolgschaft zu verweigern. „Wir werden erst nach den Antworten des Vorstands entscheiden, wie wir auf der Hauptversammlung abstimmen werden“, sagte DWS-Sprecher Thomas Richter. Der oberste Aktienstratege des Fonds, Klaus Kaldemorgen, wird allerdings in Berlin gegenüber Unternehmenschef Jürgen Schrempp nicht mit Kritik sparen.

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