Nachfrage bei Privatanlegern steigt
Dachfonds trumpfen auf

Im vergangenen Jahr haben institutionelle Anleger in Europa 37 Mrd. Euro in Private-Equity-Anlagen investiert und damit das bisherige Rekordjahr 2000 übertroffen, schreibt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Monatsbericht Oktober 2005.

HB BERLIN. Im laufenden Jahr können die Zuflüsse laut EZB erneut steigen, denn vor allem im angelsächsischen Raum investieren Pensionskassen ihr Geld zunehmend in Beteiligungsfonds. Auch in Deutschland rechnen Branchenexperten mit steigenden Zuflüssen, denn spätestens seit der von Franz Müntefering (SPD) angestoßenen Heuschrecken-Debatte ist Private Equity in aller Munde – immer mehr Privatanleger werden auf diese Anlageklasse aufmerksam.

Private Equity bezeichnet den Markt für privates Beteiligungskapital. Dabei erwerben institutionelle Anleger, wie z. B. Banken, Versicherungen, Pensionskassen oder auch vermögende Privatleute Anteile an Unternehmen oder übernehmen diese komplett. In der Regel ist eine solche Beteiligung nicht strategischer Natur, sondern erfolgt mit dem Ziel, kurz- bis mittelfristig eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen. Beispiele für Private-Equity-Investments sind Wagniskapital (Venture Capital), Wachstumsfinanzierungen oder Management-Buy-Outs.

„Unsere Kunden fragen verstärkt Private Equity nach“, sagt Vermögensverwalterin Petra Ahrens von der Kölner Meridio AG. Dafür macht sie zum einen das gute Börsenumfeld in diesem Jahr verantwortlich, denn der deutsche Leitindex Dax hat zwischen Januar und Mitte November 2005 rund 20 Prozent an Wert gewonnen. Zudem hätten viele Anleger die Hoffnung, dass die neue Bundesregierung die gesetzlichen Bestimmungen lockert, wonach Pensionskassen bislang nur in begrenztem Umfang in Private-Equity-Fonds investieren dürfen.

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