Nachfrage von institutionellen und privaten Anlegern ist gestiegen
Der Markt für gebrauchte Policen boomt

Die erhöhte Nachfrage von institutionellen und privaten Anlegern nach alternativen Anlagen hat zu einer deutlichen Belebung des Marktes für US-Zweitmarktpolicen geführt. Zahlreichen geschlossenen Fonds stehen inzwischen auch einige Direktanbieter gegenüber.

HB DUBLIN. Unabhängig davon, für welche Konstruktion sich der Investor entscheidet – der Anlageerfolg bei US-Zweitmarktpolicen hängt zum großen Teil von zwei Parametern ab: Zum einen müssen die Einkäufer der Policen aus dem breiten Angebot die besten Policen herausfiltern. Dazu bedarf es einer zuverlässigen Einschätzung der Lebenserwartung des Policeninhabers, da eine mögliche spätere Fälligkeit die prognostizierten Erträge reduziert.

Zum anderen entscheidet die interne Kalkulation der Settlement-Gesellschaft über den Spielraum, attraktive Policen kaufen zu können. Anbieter von US-Life-Settlements sind in den USA beispielsweise lizenzierte Broker, institutionelle Investoren wie Pensionskassen oder Stiftungen. Für die Abwicklung des Geschäftes sind zudem eine Vielzahl von Beteiligten und eine spezielle Treuhänderstruktur erforderlich.

Hierzu gehören die Settlement-Gesellschaft, Treuhänder, Steuerberater, ärztliche Gutachter, Wirtschaftsprüfer und die Depotbank. Diese Dienstleistungen schlagen sich in der Kalkulation als „sonstige Kosten“ nieder. Hinzu kommen Provisionen, laufende Prämien sowie die Auszahlung der fälligen Policen. Die Differenz zwischen diesen Positionen und den Anlagebeträgen ist der Ertrag der Settlement-Gesellschaft. Während die vorher genannten Größen in der Regel fix sind, kann der Ertrag variieren. Wenn diese Position zu hoch angesetzt wird, steht für den Kauf weniger Kapital zur Verfügung – somit können viele gute Policen nicht erworben werden.

Alexander Kral ist Managing Director bei Globalvest Ltd., einer Settlement- Gesellschaft mit Hauptsitz in Dublin.

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