Nachgefragt
„Steuerfragen sind im Detail nicht geklärt“

Vier Fragen zum Thema Fimfonds an Michael Oehme, Vorstand im Verband Deutscher Medienfonds und PR-Berater.

Wieso lassen sich Medienfonds zurzeit so schlecht verkaufen?

Kaum eine andere Anlageform in Deutschland hat in den letzten drei Jahren derart so unter unterschiedlichen Steuervorgaben gelitten wie die Medienfonds.

Doch nun hat ein neuer Erlass Rechtssicherheit geschaffen. Aber viele Fragen sind im Detail noch ungeklärt. Die Anbieter tun daher gut daran, ihr Potenzial an Fonds auszunutzen, die noch unter die so genannte Übergangsregelung fallen. Danach können Anleger, zumindest aus steuerlicher Sicht, bedenkenlos den Fonds bis zum Jahresende beitreten, die vor dem 1. September 2002 in den Vertrieb gegangen sind.

Bankentöchter bieten bereits Fonds nach neuem Recht an. Worin unterscheiden sich diese Fonds von denen unabhängiger Anbieter?

Die derzeit von den Banken angebotenen Fonds, die bereits dem neuen Erlass unterliegen, gewähren dem Anleger lediglich die Möglichkeit, von mehreren großen Produktionen die eine oder andere abzuwählen. Dies wird zwangsläufig bedeuten, dass die Banken wie bereits bei ihren früher angebotenen Leasingfonds auf große Produktionen, meist aus Hollywood, setzen. Demgegenüber wollen viele Anbieter des freien Marktes Anleger aktiv mitbestimmen lassen, was erfahrungsgemäß bei kleineren Filmproduktionen einfacher geht.

Worauf sollen Anleger zuerst schauen, wenn sie gute von schlechten Filmfonds-Angeboten trennen wollen?

Diese Frage lässt sich nicht leicht beantworten. Zunächst sollten Anleger auf die Höhe und die Absicherung von Mindestgarantien achten, zweitens auf die Partnerauswahl und zum dritten auf die realistische Rückflusserwartung, die auch in der Auswahl der Filme begründet ist.

Die Fragen stellte Reiner Reichel.

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