Nachgerechnet
Wundersame Geldvermehrung auf dem Finanzamt

Das Finanzamt überweist zu viel bezahlte Steuern mit attraktiven Zinsen zurück. Darauf können jetzt Filmfondsanleger setzen. Sie müssen nur ihre Nachzahlungsbescheide begleichen.
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DüsseldorfDie Idee stammt vom Steuerberater: Die beste Art, Geld zu parken ist derzeit eine Überweisung an das Finanzamt. Zu viel bezahlte Steuern muss der Fiskus später mit einer Verzinsung zurückbezahlen, wie sie derzeit keine Bank bietet: 0,5 Prozent im Monat, sechs Prozent im Jahr. Maßgeblich ist der ursprünglich geschuldete Betrag.

Genau so eine Gelegenheit winkt jetzt rund 50.000 Filmfondsanlegern. Nach einem aufsehenerregenden Gerichtsbeschluss des Finanzgerichts München (Az.: 1 K 3669/09) stehen die Chancen gut, dass Investoren von Filmen wie „Der Herr der Ringe“ von gefürchteten Nachzahlungen verschont bleiben. Wer die möglicherweise bald nichtigen Steuerschulden jetzt trotzdem überweist, bekommt sie mit etwas Glück bald mit einer ansehnlichen Rendite zurück.

So sähe die Rechnung etwa beim Film „Return of The King (Rückkehr des Königs)“ aus: Der Film hatte den Anlegern im Jahr 2000 heute umstrittene Verlustzuweisungen von bis zu 230 Prozent ihres Kapitaleinsatzes beschert. Die Produktionskosten des Films, 352 Millionen D-Mark, wurden im Anfangsjahr 2000 geltend gemacht. Das waren erst einmal riesige Verluste, die die Anleger mit ihren Einkommen verrechneten. Die Anleger mussten ihren Einsatz teilweise über Kredit finanzieren. Durch den Kredithebel kassierten sie häufig mehr vom Finanzamt, als sie eingesetzt hatten.

Später aber war den Finanzverwaltungen diese Steuersparkonstruktion nicht mehr geheuer. Sie verlangten, dass die garantierten Lizenzeinnahmen, die beim „Return of the King“ über 17 Jahre laufen sollten, als Vermögensposten schon im ersten Jahr bilanziert werden. Damit würde sich der Verlust des „Return of the King“ im ersten Jahr um rund 60 Prozent verringern.

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Kommentare zu " Nachgerechnet: Wundersame Geldvermehrung auf dem Finanzamt"

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  • An alle Sparfüchse: Die Verzinsung beginnt erst 15 Monate nach Ablauf des Veranlagungsjahres! Dann ist aber die Rendite schon wieder eher schmalbrüstig zu nennen. Königlich wären da schon eher die Kurssteigerungen aus Silber und Gold zu nennen. Aber das darf man ja nicht laut sagen....

  • Bra Hustler!

  • wenns erst mal beim FA ist... soll man daran glauben, dass die es auch wieder "freiwillig" (noch dazu verzinst) rausrücken... Steuerberater scheinen einer naiven Berufskaste anzugehören... lustich

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