Nachholbedarf: Pensionsfonds brauchen mehr Immobilien

Nachholbedarf
Pensionsfonds brauchen mehr Immobilien

Europäische Pensionsfonds investieren zu wenig in Immobilien. Optimal wären nach Berechnungen des US-Vermögensverwalter JP Morgan Asset Management (JPMAM) zwischen zehn und 15 Prozent eines Portfolios in der Anlageklasse. Die Immobilienquote europäischer Pensionsfonds beträgt aber im Mittel nur 6,5 Prozent.

HB FRANKFURT. Allerdings erkennen Verantwortliche für betriebliche Altersvorsorge Nachholbedarf und wollen in einigen Ländern stärker auf Immobilien setzen.

Allerdings variieren die Immobilienquoten der Pensionsfonds in einzelnen Ländern stark. Während etwa in Österreich laut JPMAM und Mercer Investment Consulting nur ein Prozent des Kapitals in Immobilien stecken, sind es in Großbritannien gut drei Prozent und in Italien sogar 20 Prozent.

Deutsche Pensionseinrichtungen halten sich zurück. „Sie suchen zwar nach alternativen Investments, aber derzeit nicht nach Immobilien“, sagt Michael Freisberg von Towers Perrin. Bescheidene Renditen mit Immobilienanlagen und die Probleme bei offenen Immobilienfonds dürften ihren Anteil daran haben.

„Immobilien gelten häufig noch als alternatives Investment und sind deshalb in vielen Portfolios untergewichtet“, sagt Jens Schmitt, Leiter institutionelles Geschäft Europa bei JPMAM. Investoren unterschätzten die Bedeutung von Immobilien bei der Anlagestrategie.

In zwei Schritten ermittelt JPMAM einen optimalen Immobilienanteil für ein Portfolio. Erstens sollten Anleger ihre Vermögensverteilung an die des Investmentuniversums angleichen, weil das nach Kapitalmarkttheorie optimale risikoangepasste Erträge bringe. Für Europa ergäbe sich in diesem Zusammenhang ein Immobilienanteil von 9,7 Prozent (siehe Grafik). Zweitens passe die gewichtete Bindungsdauer, die so genannte Duration von Immobilien im Durchschnitt zu den Verpflichtungen von Pensionsfonds. Aus beidem leitet JPMAM die eingangs genannte optimale Immobilienquote ab. rez

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