Nahrungsmittel
Felder bieten auch für Anleger Früchte

Die Angst vor weltweiter Nahrungsmittelknappheit hat die Kapitalmärkte erreicht. Investments in Farmland und Forstland erfreuen sich bei insitutionellen Kapitalanlegern großer Beliebtheit. Auch Privatanleger haben die nachwachsenden Rohstoffe für sich entdeckt. Für erfolgreiche Strategien ist allerdings ein langer Atem erforderlich.

FRANKFURT. Die von supranationalen Institutionen aufgezeigte Gefahr weltweiter Nahrungsmittelkrisen hat die Kapitalmärkte erreicht. Denn Investments in Farmland und Forstland erfreuen sich bei Kapitalanlegern großer Beliebtheit. Bisher stecken vor allem staatliche und institutionelle Investoren ihr Kapital in Land- und Forstwirtschaft. Die Vermögenswerte Wald und Acker erobern zunehmend jedoch auch die Depots privater Anleger, weil Banken entsprechende Investmentvehikel kreieren.

Auslöser des Booms bei Farmland und Forstland waren massive Investitionen, die die Volksrepublik China in landwirtschaftliche Nutzflächen in Lateinamerika vorgenommen hat. Inzwischen investiert China einen großen Teil seiner Überschüsse jedoch nicht nur auf diesem Subkontinent, sondern zunehmend auch in Asien und in zahlreichen afrikanischen Staaten.

Nicht immer sind diese Investments Chinas und anderer Länder in Afrika auch willkommen. Und so warnt Ursula Schäfer-Preuss vor möglichen staatsrechtlichen Konflikten. Die Vizepräsidentin der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) weist in diesem Zusammenhang auf die Konsultationen supranationaler Institute hin, die eine Klärung der Eigentumsrechte bei Investments in Farm- und Forstland bringen sollen.

Vor allem auch auf Grund der Erfahrungen, die einige Länder Afrikas in der Vergangenheit mit Lebensmittelkrisen gemacht haben, werden ausländische Investments in den Agrarsektor dort jedoch insgesamt begrüßt. Die Nahrungsmittelkrise habe die Schwäche des Agrarsektors Afrikas gezeigt, heißt es bei südafrikanischen Absa Bank. "Die Agrarwirtschaft auf dem Kontinent leidet seit Jahren chronisch unter viel zu geringen Investitionen", sagt Absa-Experte Hans Balyamujura. Investitionen in den Agrarsektor seien in diesem Kontext darüber hinaus auch ein Weg, die afrikanischen Volkswirtschaften aus der gegenwärtigen Wachstumsschwäche zu führen, sagt der Banker.

Neben China sind es nicht zuletzt auch die ölreichen arabischen Staaten, die einen Teil ihrer Reserven für Farm- und Forstland-Investments in Afrika, Asien und Lateinamerika einsetzen.

Wer in Ackerland und Forstland investieren will, hat die Möglichkeit, Aktien von Unternehmen zu erwerben, die auf diesem Gebiet aktiv sind. Die Anlagepalette für Investments in diese beiden Sachwert-Kategorien ist in den vergangenen Jahren wegen der Innovationskraft der Banken immer breiter und bunter geworden. Eine wachsene Zahl von Finanzinstituten erschließt privaten Anlegern die Vermögenswerte Acker und Wald zum Beispiel durch die Kreation von Zertifikaten, Fonds und Indexfonds (ETF).

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