Nanotechnologie-Aktien
Nischenfonds bergen hohe Risiken für Anleger

Branchenfonds eignen sich nur für Anleger, die bereit sind, auch einmal größere Kursverluste in Kauf zu nehmen. Das gilt insbesondere für Fonds, die innerhalb bestimmter Anlagesegmente auf Teilsektoren oder Regionen setzen. Das belegt auch ein Blick auf die jüngste Auswertung von Feri Rating & Research.

HAMBURG. Die jüngste Auswertung von Feri Rating & Research unter 90 Technologiefonds belegt, dass sich Branchenfonds nur für Anleger eignen, die bereit sind, auch größere Kursverluste in Kauf zu nehmen. So finden sich am unteren Tabellenende fast ausschließlich Produkte mit engem Fokus auf bestimmte Teilbranchen.

Dazu gehört zum Beispiel der mittlerweile unter dem Dach der Gesellschaft Pioneer Investments angebotene Activest Nanotech. Dieser Fonds hält Aktien von Unternehmen, die sich mit der Erzeugung, Erforschung und Nutzung kleinster Teilchen beschäftigen. In den vergangenen zwölf Monaten verbuchte der Fonds mit diesem speziellen Anlagefokus ein Minus von 13,12 Prozent und liegt damit auf dem fünftletzten Platz (s. Tabelle). „Ab dem zweiten Quartal vergangenen Jahres erlitt eine Reihe von Nanotechnologie-Aktien auf Grund fehlender Produktneuheiten und verringerter Umsatzerwartungen deutliche Kursverluste“, begründet Fondsmanager Thomas Radinger das schwache Ergebnis. Als ungünstig habe sich zudem erwiesen, dass die stark im Fonds vertretenen Nebenwerte sich noch nicht wieder von den Kurseinbrüchen im Mai 2006 erholt hätten.

Mit seinem Fonds deckt Radinger ein äußerst enges Nischensegment ab: „Derzeit setzt sich das Anlageuniversum aus weltweit rund 100 Unternehmen zusammen, die einen Bezug zur Nanotechnologie haben“, sagt Radinger und nennt als Beispiel den deutschen Börsenneuling Nanogate, der sich auf die chemische Oberflächenbehandlung von Metallen und Glas spezialisiert hat. Zu den Top-Positionen im Fonds gehört neben Nanogate auch die ASM Lithography Holding, die er derzeit mit 3,6 Prozent gewichtet hat.

Mit 3,5 Prozent nahezu ebenso hoch ist der Anteil des niederländischen Unternehmens im Portfolio des Fonds Europe Technology von JP Morgan Asset Management. Der von Ajay Gambhir gemanagte Fonds profitierte von seiner Ausrichtung auf Europa und liegt mit einem Wertzuwachs von 10,69 Prozent auf Rang drei seiner Vergleichsgruppe: „In Europa legten Technologiewerte vor allem im vierten Quartal vergangenen Jahres erfreulich zu, insbesondere die deutsche Software AG und der französische Kabelhersteller Nexans liefen überdurchschnittlich gut“, sagt Gambhir. Die Aussichten für seine Anlageregion beurteilt der JP-Morgan-Manager positiv: „Die Prognosen für die Unternehmensgewinne sind erfreulich, zudem sind die Bewertungen günstig“, so Gambhir, der aktuell bevorzugt auf den Bereich Informationstechnologie setzt.

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