Nebenwerte bringen den Lateinamerikafonds von ABN Amro nach vorne
Geldprofis setzen auf Brasilien

Ausländische Investoren kaufen wieder brasilianische Aktien. Josephine Ragni und Juan Katz haben in ihren Lateinamerika-Fonds brasilianische Titel – sowohl absolut als auch relativ zum Vergleichsindex – am stärksten gewichtet.

HB/vwd FRANKFURT/M. „Wir bleiben optimistisch“, sagt Ragni von Merrill Lynch, „weil wir weitere Zinssenkungen und Fortschritte bei der Reformagenda der Regierung erwarten“. Katz von ABN Amro ergänzt: „Der erwartete Aufschwung spiegelt sich in den Bewertungen noch nicht wider“.

Die Gemeinsamkeiten enden nicht bei der hohen Brasiliengewichtung. An zweiter Stelle rangieren im von Katz verwalteten ABN Amro Latin America Equity mexikanische Aktien ebenso wie in dem von Ragni als Co-Manager betreuten MLIIF Latin America Fund A2. „Wir erwarten, dass Mexikos Wirtschaft von einem Aufschwung in den USA profitiert“, sagt Ragni. „Das Aufwärtspotenzial ist in Mexiko geringer als in Brasilien“, relativiert Katz. Aktien aus anderen Ländern der Region spielen in beiden Portfolios nur eine untergeordnete Rolle.

Das Produkt der Investmentgesellschaft der niederländischen ABN Amro Bank liegt dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 21,02 % unter 28 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Lateinamerika auf dem zweiten Platz. Auf Rang zehn rangiert mit einem Plus von 16,76 % das Merrill-Produkt.

Für die bessere Wertentwicklung des ABN-Amro-Fonds hat Feri- Trust-Fondsanalyst Lars Kolbe eine Erklärung parat: „Der Fondsmanager mischt dem Portfolio stärker Nebenwerte bei“. Dies könne in guten Marktphasen eine gegenüber dem Vergleichsindex bessere Wertentwicklung bringen, denn die meisten Investoren würden sich gerade in Schwellenländern auf die wenigen großen Indexschwergewichte konzentrieren.

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