Nebenwerte in der Bewährungsprobe
Nicht jeder M- oder SDax-Wert übersteht die Krise

Die deutschen Nebenwerte steigen wieder. Seit März legte der MDax um rund 45 Prozent zu und kratzte kürzlich sogar an der 6000er-Marke. Auf Zwölf-Monats-Sicht verbuchen entsprechende Fonds auf M- und SDax-Aktien jedoch noch Wertverluste: Sie verloren durchschnittlich 35 Prozent.

FRANKFURT. Ein börsengehandelter Indexfonds auf das deutsche Midcap-Segment steht ganz unten in der Feri-Fondstabelle: Der iShares-ETF von Barclays Global Investors verlor in den vergangenen zwölf Monaten mit rund 42 Prozent noch mehr als sein Vergleichsindex MDax.

Schwache Titel und Ausfälle verderben leicht die Gesamtperformance. Analysten lesen die Quartalsberichte der Rechnungsprüfer derzeit ganz genau: "Einige Prüfer fügen ihrem Urteil einen Emphasis-of-Matter-Paragrafen bei", sagt Sarah Deans von JP Morgan. Das heißt, dass sie wesentliche Zweifel an der Fortführung des Unternehmens haben. In Deutschland sind davon im ersten Quartal 2009 die Hypo-Real-Estate und IVG Immobilien betroffen. "Interessanterweise trugen die beiden Finanzaktien auch zur neuerlichen Kursrally bei", sagt die Analystin Deans.

Der Großteil der deutschen Nebenwertefonds jedoch gewichtet die Finanzinstitute und Immobilienfinazierer unter. "Nach wie vor bereitet uns der Bankensektor Sorgen", sagt Frank Hansen vom Allianz-Dit-Nebenwerte-Deutschland-Fonds. Nur für die Postbank macht der Fondsmanager eine Ausnahme: Er stockte die Position kürzlich noch auf.

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