Nebenwerte
Japan-Fonds profitieren vom steigenden Konsum

Nach einer langen Seitwärtsbewegung ging es im vergangenen Jahr am japanischen Aktienmarkt wieder steil bergauf. Von dieser Entwicklung hat vor allem der Melchior Japan Opportunities von der britischen Investmentgesellschaft Dalton Strategic Partnership (DSP) profitiert: Der erst im November 2003 aufgelegte Fonds erzielte in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von 95 Prozent und steht damit an der Spitze aller japanischen Nebenwertefonds (Tabelle).

Hb HAMBURG. Der hier zu Lande noch relativ unbekannte Senkrechtstarter aus Großbritannien wird von Ken Nishizawa und Robert White gemanagt. Bei der Auswahl von Einzeltiteln sucht das Duo gezielt nach unterbewerteten Gesellschaften, die überwiegend im mittleren und kleinen Marktkapitalisierungsbereich liegen und starkes Gewinnwachstum erzielen. Gute Chancen sieht DSP-Manager Nishizawa derzeit vor allem im Konsumgüterbereich, wo er rund die Hälfte des 536 Millionen Euro schweren Fonds investiert hat. Zudem setzt er auf die Sektoren Finanzen, Industrie und Grundstoffe.

Zu seinen Favoriten im Portfolio gehört derzeit jedoch die Aktie des japanischen Autoteile-Hersteller Tokai Rika, die im vergangenen Jahr um 83 Prozent zugelegt hat. Nishizawa: "Das Unternehmen profitiert von Innovationen in der Automobilienindustrie, wie integrierte Kameras oder biometrische Sicherheitssysteme."

Auch künftig sieht Nishizawa großes Potenzial für Small Caps. "In 2006 ist eine weitere Aufwärtsentwicklung des japanischen Aktienmarktes zu erwarten", so der DSP-Manager. Die Ertragslage der Unternehmen sei gut und die finanzielle Situation vielfach solide. Die Unternehmen verfügten daher über erhebliche Möglichkeiten, ihr inländisches Investitionsprogramm sowie Dividendenausschüttungen weiter zu erhöhen und Aktienrückkäufe zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund sei jedoch Stockpicking stärker gefragt denn je, so Nishizawa. Das sieht David Mitchinson ähnlich. Der JP-Morgan-Manager sucht für den zweitplatzierten JF Japan Small Cap gezielt nach attraktiven Geschäftsmodellen, die auch an der Börse eine gute Figur machen. Als Beispiel dafür nennt er die japanische Modekette Point, die sich vom Einzelhändler zu einem Mehr-Marken-Hersteller entwickelt hat. Angesichts dieses strategischen Schritts rechnet Mitchinson mit einer jährlichen Umsatzsteigerung von rund 35 Prozent.

Zudem geht der JP-Morgan-Manager davon aus, dass sich die sinkende Arbeitslosigkeit und die erstmals seit Jahren wieder steigenden Löhne positiv auf den Konsum der Japaner auswirken. In seinem Fonds favorisiert der JP-Morgan-Anlageexperte derzeit die Bereiche Einzelhandel, Kommunikation, Immobilien und Dienstleistungen.

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