Neue Fonds-Anlagekultur
Alternative Investments: Ein Mantel mit viel Inhalt

Die Baisse an den Aktien- und Anleihemärkten rückt alternative Investments ins Rampenlicht. Immer mehr Kapitalsammelstellen nutzen die mit der Lockerung der Anlagevorschriften eröffneten Spielräume, um auf der einen Seite Alternativ-Investments in Fondskonzepte einzubinden und auf der anderen Seite Derivate zur Risikosteuerung einzusetzen.

FRANKFURT. Vermögensverwaltungsfonds und sogenannte 130/30-Fonds sind Beispiele der neuen Anlagekultur amerikanischen Stils. Der Name steht für die Gewichtung der Strategien: Der Anteil der Wetten auf fallende Kurse liegt bei bis zu 30 Prozent, mit bis zu 130 Prozent des Portfolios wird dagegen auf steigende Kurse gesetzt. "Vermögensverwaltungsfonds sind die neue Art des Investierens", sagt Achim Küssner, deutscher Geschäftsführer von Schroders Investment.

Nach dem Vorbild erfolgreicher Stiftungsfonds von US-Universitäten verpacken europäische Fondsgesellschaft das Thema Multi-Asset-Class in Fondsmäntel. Diese in den USA bereits seit 1995 gängige Methode der Verbindung traditioneller Anlageklassen (Aktien, Anleihen) mit Alternativ-Investments (Rohstoffe, Immobilien, Hedge-Fonds, Private Equity) wird durch die europäische Fondsrichtlinie Ucits III möglich.

Nachdem im Zuge der globalen Finanzkrise zuletzt Schwächen der traditionellen Anlageklassen erneut offengelegt wurden, suchen Investoren stabilere Renditequellen. "Wir müssen stärker diversifizieren", sagt Schroders-Mann Küssner. "Vermögensverwaltungsfonds, die mehrere Anlageklassen abdecken, generieren in zunehmend effizienteren und volatileren Märkten Mehrwert für Anleger", sagt Gottfried Urban, Geschäftsführer der NV Asset Management in Traunstein. Es sei für Anleger nicht nur wegen der Abgeltungsteuer interessant, Kapital in mehreren Anlageklassen zu investieren, sondern auch wegen der niedrigen Korrelation von Alternativ-Investments zu Aktien und Anleihen.

Durch solche Fonds-Innovationen wird der Multi-Asset-Klassen-Ansatz - also die Fokussierung auf mehrere Anlageklassen - vorangetrieben. Das erhöht das Renditepotenzial und senkt zugleich das Risiko. "Bei Vermögensverwaltungsfonds werden die Vorteile von Misch- und Dachfonds mit den Vorteilen eines breit gefächerten Vermögensverwaltungsansatzes verknüpft", sagt Markus Ross, Vorstand der Ceros Vermögensverwaltung. Solche Fonds seien im Prinzip normale Mischfonds mit dem Prinzip einer breit diversifizierten Vermögensverwaltung.

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