Neue Investmentkonzepte
Risiko für Institutionelle sinkt

Neue Investmentkonzepte waren gefragt, als die Mitte der 90er Jahre begonnene Hausse am Aktienmarkt mit den Ereignissen des 11. Septembers 2001 endgültig vorüber schien. Die Geburtsstunde der Absolute- und Targeted-Return-Investmentfonds war gekommen.

Ende 2001 gab es erst zwei Fonds dieser Art auf dem deutschen Markt mit einem gesamten Fondsvermögen von 244,2 Mill. Euro . Per 31. Juli 2005 gab es bereits ein Fondsvermögen von 19,7 Mrd. Euro, verteilt auf 57 Fonds. Interessant sind diese Investmentkonzepte für institutionelle Kunden, die positive Cashflows für ihre kurzfristigen und stetiges Kapitalwachstum für ihre langfristigen Verbindlichkeiten brauchen. Dies kann durch ein Absolute-Return-Konzept gewährleistet werden. Ziel ist es, sich von der Benchmark zu lösen und auch über kürzere Zeiträume eine stabile Wert- und Einkommensentwicklung zu erreichen. Im Idealfall gelingt es, das Sondervermögen des Anlegers von der Marktentwicklung weitgehend abzukoppeln und gemeinsam definierte Absolutrenditen zu erreichen.

Absolute-Return-Strategien haben das Ziel, in einem definierten Investitionszeitraum eine positive Rendite zu generieren. Dazu werden Anlagekonzepte eingesetzt, die eine klassische Erfolgsmessung gegen eine Marktbenchmark nicht zulassen. Das Basisinvestment besteht dabei immer noch aus den klassischen Instrumenten der Aktien-, Renten- und Währungsmärkte.

Wer allerdings wie einige institutionelle Anleger ex ante berechenbare Verbindlichkeiten hat, kennt den Kapitalbedarf der Zukunft und damit auch die erforderliche Rendite. Diese Entwicklung führte vom Absolute-Return-Ansatz zur Targeted-Return-Methodologie, die eine definierte Zielrendite bei möglichst geringem Risiko erreichen soll.

Der Fokus liegt dabei auf strukturierten Prognosen der Rendite-Eentwicklung für die verschiedenen Marktsegmente und der jeweiligen makroökonomischen Fundamentaldaten. Mit diesem Konzept können die erweiterten Möglichkeiten des Investmentmodernisierungsgesetzes erschlossen werden, indem so genannte „direktionale“ Portfoliostrategien Anwendung finden. Diese sind besonders im Kontext des aktuellen Umfeldes am Rentenmarkt attraktiv, da sie neben der für Rentenportfolien üblichen positiven Duration auch eine negative Durationspositionierung eingehen können. Das Resultat einer solchen Vorgehensweise können Erträge an Stelle von Verlusten im Falle eines allgemein steigenden Marktzinsniveaus sein.

Colin Harte ist Manager des Baring Directional Funds und Leiter Government Bonds bei Baring Asset Management.

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