Fonds + ETF
Neue Novelle regelt Vergütung für Windkraft

Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement haben sich auf eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geeinigt: Windkraftanlagen an guten Binnen- und Küstenstandorten werden weiter gefördert.

rrl DÜSSELDORF. Allerdings mit weniger Geld. Die Basisvergütung sinkt ab 2004 um 0,5 auf 5,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und der erhöhte Anfangssatz um 0,1 Cent auf 8,7 Cent/kWh – minus 6,3 bzw. minus 2,3 Prozent, rechnet das Bundesumweltministerium vor. Welcher Satz für welche Anlagen gilt, wird auf Basis von errechneten Referenzerträgen bestimmt.

Wo wenig Wind bläst, wird künftig nicht mehr nach dem EEG bezahlt. Die Grenze liegt bei 65 Prozent des Referenzertrages. Die Analysten von Windkraftfonds dürften dies begrüßen, klagt doch Fondscope-Experte Magnus Kaupmann: „Die Standortqualität wird von Jahr zu Jahr schlechter.“ Standorte mit weniger als 6,0 m/s Windgeschwindigkeit sind für ihn Standorte minderer Qualität. Die Konsequenz aus den niedrigeren Einnahmen liegt für Kaupmann auf der Hand: „Dann muss der Initiator mit den Ausgaben runter.“

Andererseits wird nach dem EEG- Entwurf die Entwicklungsarbeit für Anlagen auf hoher See belohnt werden. Für Strom aus Offshore-Anlagen, die bis 2010 ans Netz gehen, werden zwölf Jahre lang 9,1 Cent/kWh vergütet. Eine Verlängerung wird dem Entwurf zufolge von der Entfernung zur Küste und der Wassertiefe abhängen.

Allerdings fördert der Staat die Windkraft nicht aus Steuergeldern. Vielmehr verpflichtet er die Stromproduzenten, den Strom aus Windkraftanlagen zu den festgesetzten Tarifen anzukaufen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%