Neue Schwierigkeiten
Carlyle-Capital-Aktie bricht erneut ein

Der Fonds CCC der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle ist wegen seiner Zahlungsnöte erneut an der Börse massiv unter Druck geraten. Die Aktie brach am Dienstag in Amsterdam nach Wiederaufnahme des Handels um 21 Prozent ein

HB AMSTERDAM. Die niederländische Finanzaufsicht hatte das Papier erst am Freitag und Montag vom Handel ausgesetzt, weil es in kurzer Zeit mehr die Hälfte an Wert eingebüßt hatte.

Carlyle Capital Corporation (CCC) erklärte indes am Montagabend, die Gespräche mit den Gläubigerbanken um einen Zahlungsaufschub liefen konstruktiv. Allerdings hätten wohl einige Kreditgeber weitere Sicherheiten im Volumen von 700 Millionen Dollar verkauft. Damit belaufe sich die Summe der verkauften Sicherheiten auf 5,7 Milliarden Dollar. Mit den Banken, die weitere Sicherheiten für mit US-Hypotheken besicherte Anleihen im Wert von insgesamt 16 Milliarden Dollar hielten, werde weiter verhandelt. CCC will so Notverkäufe von Hypothekenanleihen im derzeit ungünstigen Marktumfeld verhindern und damit weitere Wertverluste vermeiden.

CCC ist in die Refinanzierungsschwierigkeiten geraten, weil die Banken zusätzliche Sicherheiten fordern, die der Fonds derzeit nicht aufbringen kann. Dem jüngsten CCC-Jahresbericht zufolge gehörte zumindest Ende 2007 auch die Deutsche Bank noch zu den Geschäftspartnern des Finanzinvestors bei Hypothekenanleihen. Bei diesen Anleihen handelt es sich um von den US-Hypothekenfinanzieren Fannie Mae und Freddie Mac ausgegebene Papiere, die eigentlich als relativ sicher gelten. Weil sich aber Banken und andere Investoren im Zuge der Finanzmarktkrise zunehmend von Wertpapieren trennen, die mit Krediten besichert sind, haben auch diese Anleihen zuletzt deutlich an Wert verloren.

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