Neue Studie über derivate Wertpapiere von European Business School
Derivate für Privatanleger attraktiv

Hohe Renditen und trotzdem wenig Risiko: Nach einer Studie der European Business School in Oestrich-Winkel bieten Derivate Vorteile beim langfristigen Vermögensaufaufbau. Die großen Banken wollen den Handel mit Zertifikaten verdoppeln.

HB FRANKFURT. Mit derivativen Wertpapieren können Anleger ihre indivuduelle Anlagestrategie sehr exakt umsetzen und das Verlustrisiko begrenzen. Das ergab eine Studie der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel mit dem Titel "Der Nutzen derivativer Finanzprodukte für Privatanleger".

Derivate erleichterten dem Anleger eine auf ihn abgestimmte Kapitalanlage. Das sei vor allem vorteilhaft für einen langfristigen Vermögensaufbau, so das Fazit der Studie. So schnitt ein mit Derivaten optimiertes Depot besser abschnitt als ein gemischtes Portfolio aus Aktien und Renten oder ein aktiv gemanagtes Depot.

Die untersuchten Anlagestrategien mit Einsatz von Derivaten (Optionen und Zertifikate) zeichneten sich dadurch aus, dass sie vom Anleger akzeptierte Verlustgrenze niemals unterschritten wurde. Gleichzeitig wird die Zielrendite mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht. Dies ist deshalb möglich, weil die Ergebnisschwankungen mit Derivaten im Vergleich zu anderen Anlagen reduziert werden können. Besonders die beiden Baisse-Jahre 2001 und 2002 hätten bewiesen, dass Derivate Verluste eingrenzen könnten.

Die Studenten der European Business School legte für ihre Studie fünf Anlegertypen an: Den sicherheitsorientierten Anleger, den Konservativen, den Ausgewogenen, den Gewinnorientierten und den Chancenorientierten. Jeder dieser fünf Typen verfolgte drei verschiedene Strategien: Eine Buy-and-hold-Strategie, ein aktives Trading-Portfolio und eine Optimierung mit Derivaten.

Nach der Studie schnitt die Optimierung mit Derivaten am besten ab: Bei einer mit Puts und Calls kombinierten Indexanlage wurde der maximal akzeptierte Verlust nicht verletzt und das Renditeziel in mehr als der Hälfte der Fälle erreicht oder überschritten. Damit schnitt diese Strategie besser ab als das gemischtes Portfolio aus Aktien und Renten oder das aktiv gemanagtes Depot.

Die Ergebnisse der fünf Anlagetypen

Die verschiedenen Anlagestrategien im Vergleich

Die Studie passt zur der Ankündigung der Bankhäuser Sal. Oppenheim, Deutsche Bank und UBS, ihr Geschäft mit Zertifikaten stark zu steigern und ihre Interessen in diesem Bereich künftig koordinieren zu wollen. Werner Humpert von UBS sagte, derzeit seien in 14% der von UBS betreuten Depots Zertifikate vorhanden. In den kommenden Jahren soll der Anteil auf 25% bis 30% steigen. Siegfried Piel von Sal. Oppenheim sprach von "gewaltigem Potenzial". "Wir sind mit unserer Innovationskraft sogar in der Lage, die Hedgefonds überflüssig zu machen", so Piel. Als neue Zielgruppe im Markt machen die Emittenten Sal. Oppenheim, Deutsche Bank und UBS den eher sicherheitsorientierten Privatanleger aus.

Zur geplanten Interessensgemeinschaft meinten die Bankenvertreter, im Blickpunkt stünden die Interessenswahrung in der Steuerpolitik, die Vereinheitlichung von Standards bei Performance-Anteilen wie Dividenden und Fragen der Nomenklatura. Damit wollten die Banken die Transparenz bei den Produkten erhöhen und so auch das Vertrauen der Anleger in die Produkte stärken.

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