Neue Vergleichsgruppen erleichtern Orientierung
Activest gelingt der beste Chance-Risiko-Mix

Investmentfonds mit einem Total- oder Absolute-Return-Ansatz sind bei den Anlegern beliebt. Allein die beiden größten Fonds dieser Kategorie, der Dit-Euro Bond Total Return und der Activest Total Return, bringen es zusammen auf ein Volumen von mehr als 13 Mrd. Euro.

HB HAMBURG. Doch nicht immer ist auf Anhieb klar, wofür die verkaufsträchtigen Begriffe konkret stehen. „Dahinter verbergen sich derart unterschiedliche Ansätze und Strategien, dass vielen Anlegern die Orientierung schwer fällt“, sagt Ingo Klamroth von Feri Trust. Deshalb hat die Bad Homburger Analysegesellschaft im Juni klare Kriterien veröffentlicht, die einen auf Verlustvermeidung – so die gängigste Umschreibung von Absolute Return – setzenden Fonds charakterisieren. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dabei: ein klar umrissenes Renditeziel. „Da es ein solches Ziel zum Beispiel beim Dit-Euro Bond Total Return nicht gibt, führen wir diesen Fonds weiter als Rentenfonds mit dem Schwerpunkt Euro-Anleihen“, erläutert Klamroth.

Zu dieser Vergleichsgruppe gehörte bisher auch der Activest Total Return. Dessen Manager Gerd Rendenbach strebt jedoch anders als Dit-Kollege Scott Mather in jedem Geschäftsjahr einen positiven Ertrag an, der möglichst 200 Basispunkte über dem Sechs-Monats-Geldmarktzins Euribor liegen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzt Rendenbach bis zu acht verschiedene Anlageklassen – neben Staatsanleihen auch Unternehmens-, Schwellenländer- und Wandelanleihen sowie Aktien, die dem Portfolio allerdings zu maximal zehn Prozent beigemischt werden dürfen. Diese Mischung qualifiziert den Activest Total Return Klamroth zufolge für die Vergleichsgruppe „Absolute Return Multi Strategy ohne Verlusttoleranz“, und dort belegt der meistverkaufte Investmentfonds des Jahres 2004 mit einem Plus von 6,93 Prozent im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich den ersten Platz.

Eine ähnliche Strategie verfolgt Miles Geldard von JP Morgan Asset Management mit seinem JPMF Global Capital Preservation. Dieser aktuell auf Rang zwei liegende Fonds wurde bereits im September 1995 als klassischer Mischfonds aufgelegt, dann allerdings im November 2005 in einen Total-Return-Fonds umgewandelt. „Die bis zur Umstellung vorgesehene Mischung von 75 Prozent Anleihen und 25 Prozent Aktien hatte sich als zu statisch erwiesen“, so Geldard. Zudem sei mit dieser Zusammensetzung das Ziel des Kapitalerhalts nicht immer erreicht worden.

Seit der Umstellung auf Total Return ist Geldard bei der Portfolio-Zusammensetzung sehr viel flexibler und darf neben Aktien und Anleihen auch in Geldmarkttitel und Wandelanleihen investieren. Die Obergrenze bei Aktien beträgt 30 Prozent; aktuell schöpft der Fondsmanager diese Quote jedoch nur zur Hälfte aus. Der Schwerpunkt liegt wie beim Activest Total Return auf Euro-Anleihen (36 Prozent) sowie auf Wandelanleihen (18 Prozent).

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