Neunmonatsabrechnung der Investmentfonds fällt für Anleger erfreulich aus
Schwellenbörsen machen das Rennen

Im Kalenderjahr 2005 dürften die Besitzer von Investmentfonds überdurchschnittlich Gewinne einstreichen. Am besten schnitten Aktienfonds ab, insbesondere die Portfolios für Emerging Markets, Nebenwerte, Japan und Rohstofftitel.

HB FRANKFURT/M. Die Bilanz der ersten neun Monate weist für viele Anlagegruppen zweistellige prozentuale Gewinne aus. Damit haben die Investoren bereits während der ersten drei Quartale im Schnitt mehr verdient als im gesamten vergangenen Jahr. Trotz der erfreulichen Zahlen steuern die Anleger jetzt in turbulentere Zeiten. Die jüngsten Inflationszahlen sowohl aus den USA als auch aus der Eurozone signalisieren steigende Geldentwertungsraten. Aktienbörsen und Rentenmärkte reagieren darauf äußerst sensibel. Tendenziell stärkere Kursschwankungen prägen das Geschehen.

Das schlägt sich in der aktuellen Übersicht noch nicht nieder. Die Auswertung der Analysefirma Feri Trust berücksichtigt alle knapp 6 000 in Deutschland angebotenen Investmentfonds in- und ausländischer Anlagegesellschaften. Insgesamt 36 wichtige Fondsschwerpunkte sind dort aufgelistet. Die Rangfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung der einzelnen Gruppen während der ersten drei Quartale des laufenden Jahres. Zur längerfristigen Orientierung sind auch die durchschnittlichen Wertveränderungen für das Gesamtjahr 2004 angegeben. Zusätzlich wird der ertragreichste Fonds innerhalb seiner Vergleichsgruppe genannt.

Aktienfonds liegen in der Hitliste vorn. Nach Meinung von Experten soll das auch so bleiben. „Wir gehen davon aus, dass Aktien Anleihen 2006 deutlich überflügeln werden“, sagt beispielsweise Philipp Vorndran, Anlagestratege bei der Credit Suisse Asset Management in Deutschland. Die besten Erträge lieferten bisher die Portfolios für Aktienanlagen in Lateinamerika und Osteuropa ab. Investoren strichen hier durchschnittlich weit über 50 Prozent Gewinn ein.

Für Michael Keppler von Keppler Asset Management in New York, der den erfolgreichsten Emerging-Markets-Fonds berät, „sind Aktien der Schwellenbörsen weiterhin attraktiver als jene an den etablierten Märkten“. Ähnlich urteilen die Experten der großen österreichischen Fondsgesellschaft Erste-Sparinvest, die den im bisherigen Jahresverlauf erfolgreichsten Osteuropafonds betreuen. „Sowohl das fundamentale Umfeld mit der günstigen Bewertung als auch die Charttechnik sprechen klar für eine Übergewichtung der Emerging Markets“, heißt es von den Fachleuten aus Wien.

In der regionalen Betrachtung spielen darüber hinaus die Fonds für japanische Standard- und Nebenwerte auf den Rängen neun bzw. zehn vorne mit. Sie spielten den Anlegern jeweils mehr als 27 Prozent Ertrag in die Kasse. Die Erste-Sparinvest zählt Japan ebenfalls zu ihren Favoritenmärkten. Sie ist in guter Gesellschaft, denn laut der jüngsten Umfrage von Merrill Lynch unter internationalen Vermögensverwaltern sind jetzt mehr als die Hälfte der globalen Asset-Manager an der Börse Tokio übergewichtet – im Rahmen dieser Umfrage ist das ein Rekordwert. Die Verwalter sehen hier die besten Perspektiven für Verbesserungen der Unternehmensgewinne.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Rohstofffonds werden immer lukrativer.

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