New-Energy-Fonds
Das Wetter kann die Rendite verhageln

Viele Anleger fasziniert die Idee, mit sauberem Strom gutes Geld zu verdienen. Anbieter von Wind- und Solarfonds versprechen immerhin Renditen bis neun Prozent. Experten raten vorher allerdings zu umfassender Information.

HB HAMBURG. Die Anbieter offener Wind- und Solarfonds- die so genannten New-Energy-Fonds - verdienen ihr Geld damit, dass sie den ökologisch erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeisen und sie werben mit Jahresrenditen von durchschnittlich acht bis neun Prozent (Windfonds) beziehungsweise fünf bis sieben Prozent (Solarfonds). „Aber die gute Absicht allein macht noch keine rentable Anlage“, sagt Roland Aulitzky vom Magazin „Finanztest“. „Wer sich für geschlossene New-Energy-Fonds interessiert, muss sich genau anschauen, wem er sein Geld anvertraut.“

Rund 2,5 Mrd. Euro investierten die Bundesbürger nach Angaben des Fachdienstes „Fondstelegramm“ bislang in die New-Energy-Fonds. Der Marktanteil der Windfonds beträgt 80 Prozent, 15 Prozent entfallen auf Solarfonds. Besonders die Sonnenkraftfonds erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Allein 2005 konnten sie nach Expertenschätzungen ein Drittel bis die Hälfte des in New-Energy-Fonds investierten Geldes einsammeln.

Wer in Wind- oder Solarfonds investiert hat, der konnte in den vergangenen Jahren durchaus zweistellige Renditen erwirtschaften, wie Jörg Weber vom Fachdienst „Ecoreporter“ betont. Allerdings gibt es keine Renditegarantie, und das mussten zahlreiche Anleger in der Vergangenheit schmerzhaft erfahren. Denn sie wurden Opfer einiger zwielichtiger Anbieter, deren Renditeversprechungen sich als ebenso unrealistisch erwiesen wie die Prognosen zur Energieausbeute und den Kosten.

„Wenn weniger Wind weht als angenommen oder die Sonne seltener scheint, fallen die Erträge geringer aus“, betont Aulitzky. Im schlimmsten Fall könnten Anleger sogar ihre gesamte Einlage verlieren. Wer das Risiko gering halten will, der sollte daher die Angebote genau prüfen. Wichtig sei beispielsweise, dass der Anbieter eine Leistungsbilanz der bestehenden Anlagen vorweisen könne, sonst sollte man die Finger davon lassen. Bei Windfonds müssten zudem mindestens drei und bei Solarfonds zwei Gutachten neutraler Institute über die voraussichtliche Windstärke beziehungsweise die Sonneneinstrahlung vorliegen. Außerdem sollten Anleger darauf achten, dass die Kosten für Wartung und Instandhaltung der Anlagen einkalkuliert seien.

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