Nordamerika-Fonds
Fonds suchen Export- und Rohstoffwerte

In der Kategorie der auf amerikanische Unternehmen spezialisierten Aktienfonds spielt der ABN Amro US Opportunities Fund in einer eigenen Liga. Der Fonds der niederländischen Großbank legte in den vergangenen zwölf Monaten 15,14 Prozent zu, während der Durchschnitt der Vergleichsgruppe über 15 Prozent an Wert verlor.

HAMBURG. Fondsmanager Francois Mouté führt die ansehnliche Leistung zu 80 Prozent auf die Aktienauswahl und die Branchenaufteilung zurück, der Rest sei der Aktienabsicherung zu verdanken. Welche Titel gekauft werden, entscheidet Mouté, der für die ABN-Amro-Tochter Banque de Neuflize in Paris arbeitet, nach makroökonomischen Analysen und unabhängig von einem Vergleichsindex. Derzeit meidet er Branchen und Unternehmen, die von Inlandsfaktoren der USA abhängen. Die Verbrauchernachfrage stehe durch die Misere am Wohnimmobilienmarkt zu stark unter Druck. "Wir investieren in US-Unternehmen, die vom starken Wachstum in Asien und vom Anstieg der Rohstoffpreise profitieren", sagt Mouté. Daher liegt der Fokus des Fonds auf den Bereichen Gold, Energie und Industrieaktien. Finanzwerte sind nicht im Portfolio enthalten, Konsumwerte und Gesundheitstitel sind untergewichtet.

Anders sieht das Portfolio des Pictet US Equity Selections aus: Gesundheitsaktien, Basiskonsumgüter und Finanzgesellschaften sind nach IT und Industriewerten die größten Sektoren im Fonds der Schweizer Privatbank. Die zehn größten Positionen der zwei Fonds machen jeweils 40 Prozent des Portfolios aus, Überschneidungen gibt es jedoch keine. Der Pictet-Fonds wird von der US-Investmentgesellschaft Waddell & Reed in Kansas verwaltet, die aus den 1 500 größten US-Unternehmen 45 bis 60 Titel mit überdurchschnittlichen Wachstumsaussichten und Wettbewerbsvorteilen auswählt.

Gesundheitswesen, Technologie, Konsumenten- und Finanzdienstleistungen stehen als Wachstumssektoren im Fokus. Dabei sollen 90 Prozent des Fondsvermögens in Firmen fließen, deren Wachstum konjunkturunabhängig ist. Auch diese Rechnung ging auf: Mit minus 2,79 Prozent liegt der Pictet-Fonds rund 13 Prozentpunkte vor dem Vergleichsindex MSCI USA. Und der Blick in die Zukunft lässt hoffen: "Die Zeit für große US-Wachstumsaktien ist reif", sagt Vanyo Walter, Leiter von Pictet Funds Deutschland. Durch die sechsjährige Underperformance gegenüber Substanzwerten seien Wachstumsaktien attraktiv bewertet. Zudem seien größere Firmen u.a. durch ein besseres Finanzpolster sicherer. "Die Subprime-Krise könnte die Performance der von uns favorisierten Large-Cap-Wachstumsaktien ankurbeln", glaubt Walter.

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