Nordea
Dachfonds-Manager fühlen sich in Europa wohl

Das Adjektiv „aggressiv“ will nicht so recht zur Anlagepolitik von Ferdinand Verweyen passen: Der Leiter des Dachfonds-Teams von Nordea verfolgt beim Nordea Fund of Funds Aggressive einen Total-Return-Ansatz, stellt also die Verlustbegrenzung in den Mittelpunkt.

HAMBURG. Das Adjektiv „aggressiv“ rührt tatsächlich daher, dass die skandinavische Gesellschaft Nordea in ihrer Dachfondspalette neben dem B für Balanced und dem C für Conservative unbedingt auch das A belegen wollte.

„Letztlich ist der Aggressive Fund unter den drei genannten Fonds derjenige, der den höchsten Aktienanteil enthält“, so Verweyen. 60 Prozent müssen es mindestens sein, je nach Marktlage sind bis zu 100 Prozent möglich.

Diesen Spielraum nutzte Verweyen in der Vergangenheit recht gut. Mit einem Wertzuwachs von 12,30 Prozent belegt der Nordea Fund of Funds Aggressive im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 54 überwiegend in Aktienfonds investierenden Dachfonds den dritten Platz (siehe Tabelle). „Die Erhöhung des Investitionsgrads nach dem Rückschlag im Frühjahr hat sicher zum guten Abschneiden beigetragen“, sagt Verweyen. Aktuell beträgt der Anteil an Aktienfonds rund 90 Prozent, wobei der Nordea-Manager defensive Produkte wie den Squad Value von Axxion oder den HSBC Aktienstrukturen Europa bevorzugt. „Wir laufen in steigenden Märkten nach oben mit, sind aber nach unten abgesichert“, betont er. Heraufgesetzt hat Verweyen im November den Anteil am Goldminenfonds MLIIF World Gold von Blackrock, weil er von einem weiter schwachen Dollar ausgeht. Im Gegenzug sanken die Beteiligungen an USA- und Schwellenländerfonds. Gute Chancen sieht der Nordea-Manager dagegen unverändert in Europa.

Ausschließlich auf Europa setzt Christoph Metz, Manager des Zwölf-Monats-Spitzenreiters Dit-Allianz Horizont 9+. Dabei kommt er im wesentlichen mit fünf hauseigenen Fonds aus, die zusammen 77 Prozent des Portfolios stellen. „Fonds für Standardaktien und Substanzwerte haben wir derzeit noch leicht übergewichtet“, sagt Metz und erwartet, dass die Börsen die aktuell freundliche Jahresschlussstimmung ins neue Jahr hinüberretten. Die wichtigste Unterstützung sei dabei das nach wie vor robuste Gewinnwachstum der Unternehmen. Sollte es dort zu negativen Überraschungen kommen, darf der Dit-Manager bis zu 25 Prozent des Fondsvermögens in europäische Rentenfonds umschichten.

Das magere Zwölf-Monats-Plus von nur 1,86 Prozent beim auf Rang 53 liegenden Dit-Fonds Portfolio Wachstum erklärt Metz mit der weltweiten und stärker auf Rentenfonds fokussierten Ausrichtung. Auch die Beimischung von auf Energieaktien spezialisierten Branchenfonds habe das Ergebnis beeinflusst.

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