Nordinvest verliert
Mischfonds leiden unter steigenden Zinsen

Ein zu frühes Umschichten in länger laufende Rentenpapiere hat den N-Fonds Nr. 2 Amerika von Nordinvest ins Hintertreffen gebracht. In der jüngsten Statistik des Analysehauses Feri Rating & Research kommt er zwar noch auf Platz zehn von 111 konservativ gemanagten Mischfonds. Mit einem Wertzuwachs von 11,64 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten trennen ihn vom erstplatzierten ACM Global Conservative Portfolio jedoch rund sieben Prozentpunkte. Und das, obwohl beide Fonds auf der Rentenseite vor allem in den USA investiert sind.

HAMBURG. "Das Ausmaß der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank war nur schwer einzuschätzen. Ich habe bereits im vergangenen Jahr mit dem baldigen Ende dieser restriktiven Zinspolitik gerechnet und darauf mit einer Anhebung der Laufzeiten in meinem Portfolio reagiert", sagt Nordinvest-Manager Ulf Moritzen. Inzwischen liege die Restlaufzeit der Anleihen per saldo bei viereinhalb Jahren. Dass der N-Fonds Nr. 2 Amerika, dessen Kürzel "N" für den Initiator, das Bremer Bankhaus Neelmeyer steht, der einzige unter den Top Ten ist, der in Euro geführt wird, hat dagegen keine Auswirkungen auf seine Performance.

Moritzen rechnet in diesem Jahr mit höchstens zwei weiteren Zinserhöhungen. "Zum Ende dieses Jahres könnten die Zinsen sogar bereits wieder fallen, weil US-Notenbank-Chef Ben Bernanke mit Sicherheit eine harte Landung der amerikanischen Wirtschaft verhindern wird", so der Fondsmanager.

Positiv ist Moritzen für den US-Aktienmarkt gestimmt: "Vor dem Hintergrund, dass die Zinsen wieder fallen und die US-Investoren ihre Gelder aus dem asiatischen Raum bereits zurück in ihre Heimat holen, rechne ich in diesem Jahr mit einer guten Performance an der US-Börse." Er will seine Aktienquote darum von aktuell 43 Prozent bis auf die maximal erlaubten 49 Prozent anheben.

Dagegen investiert Manfred Skibowski von AMB Generali Asset Management überhaupt nicht in Aktien. Der Manager des AM Generali AktivMix Ertrag setzt auf Renten und Geldmarktpapiere aus dem Euro-Raum sowie auf offene Immobilienfonds. Viel Ertrag hat Skibowski in den vergangenen zwölf Monaten nicht erzielt: Mit einem Plus von 1,79 Prozent liegt er in der Feri-Statistik auf Platz 107. Auch er hat auf der Rentenseite zu früh auf längere Laufzeiten gesetzt, im Schnitt hatten die Papiere in den vergangenen zwölf Monaten eine Restlaufzeit von vier Jahren. 40 Prozent des Portfolios waren nach Angaben des Fondsmanagers in Anleihen investiert. Jeweils 30 Prozent legte er in Geldmarktpapiere und offene Immobilienfonds mit Schwerpunkt Europa an. "Den Anteil an offenen Immobilienfonds haben wir wegen der im Markt verzeichneten Rückflüsse inzwischen jedoch auf 19 Prozent gesenkt", so der AMB-Manager.

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