Norwegens Staatsfonds
„Geldpolitik ist selbst zum Risiko geworden“

Der norwegische Staatsfonds schlägt Alarm: Aus seiner Sicht waren die Investmentrisiken, die aus der Geldpolitik herrühren, noch nie so groß wie jetzt. Der Staatsfonds-Chef spricht gar von „dramatischen Auswirkungen.“
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Wie die meisten globalen Investoren bewegt sich der 890 Milliarden Dollar (837 Milliarden Euro) schwere Fonds aus Oslo in unbekanntem Terrain, da die Zentralbanken weltweit beispiellose Anreizprogramme in Gang gesetzt haben, um das Wirtschaftswachstum zu stützen und die Inflation anzuheizen.

„Die Geldpolitik beeinflusst die Preisgestaltung im heutigen Markt in einem Ausmaß, dass die Geldpolitik selbst zu einem Risiko geworden ist, das man im Auge behalten muss,” sagte Yngve Slyngstad, CEO des Government Pension Fund Global, im Interview mit Bloomberg. „Die Investoren konzentrieren sich stärker auf die Veränderungen der Geldpolitik als das bislang der Fall war – zu keiner Zeit, soweit ich mich erinnern kann.”

Der weltgrößte Staatsfonds ist aufgrund rekordniedriger Anleiherenditen mit geringeren Erträgen konfrontiert. Im vergangenen Monat teilte der Fonds mit, er versuche von der quantitativen geldpolitischen Lockerung zu profitieren, indem er unter anderem spanische Staatsanleihen kaufe.

Die Europäische Zentralbank hat im vergangenen Monat damit begonnen, in großem Umfang Anleihen anzukaufen. Das hat in einer Reihe von Ländern zu negativen Renditen bei Staatspapieren geführt und darüber hinaus zu einem Anstieg der Aktienkurse beigetragen. Der Benchmarkindex European Stoxx 600 ist in dieser Woche auf einen Rekordstand geklettert und kommt für dieses Jahr auf ein Plus von 21 Prozent.

„Wie alles, was die Kurse bewegt, ein Risiko darstellt, das beobachtet werden muss, so sind doch die Auswirkungen der Geldpolitik auf die Kurse dramatisch”, sagte Slyngstad. „Das ist natürlich immer der Fall bei langfristigen Zinsen, und jetzt noch deutlicher bei der Währung. Es ist ein Faktor im derzeitigen Markt.” Der Fonds war Ende letzten Jahres in Anleihen in 31 verschiedenen Währungen investiert.

Der Government Pension Fund Global kam für 2014 auf ein Plus von 7,6 Prozent. Das war der geringste Ertrag seit einem Verlust im Jahr 2011. Der Fonds hat von der Regierung das Mandat, 60 Prozent seines Anlagevolumens in Aktien zu investieren, 35 Prozent in Anleihen und fünf Prozent in Immobilien. Zwar folgt der Fonds überwiegend globalen Indizes, doch hat er auch einen gewissen Spielraum, davon abzuweichen.

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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Wie lange wird das noch gut gehen?
    Sind Experten noch Experten, wenn sie keine Ahnung (mehr) haben wie es weitergeht?
    Kann man Chaos als System bezeichnen oder braucht es tatsächlich ein definiertes System mit realen und moralischen Werten, Regeln und Entschleunigung?
    Wer fängt an?
    Wie lange willst Du abwarten?

  • Hoffenlich machen die Norweger nicht den Fehler und werten die Krone ohne Limit ab.
    Nur die Europäer und die US-Amerikaner sind so skrupellos und vernichten die Existenz ihrer
    Bevölkerung.

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