Novemberstatistik
Aktienfonds verkaufen sich gut

Die deutsche Investmentfondsbranche hat im November so viele Aktienfondsanteile verkauft wie seit Januar 2001 nicht mehr. Insgesamt setzten die Gesellschaften nach Angaben des Fondsverbandes BVI netto Anteile im Wert von 2,4 Mrd. Euro ab, nach 0,5 Mrd. Euro im Oktober. Bei Rentenfonds stiegen die Nettoabsätze von 1,3 auf 4,3 Mrd. Euro.

HB FRANKFURT.Dass der Gesamtabsatz der vorwiegend auf Privatanleger ausgerichteten Publikumsfonds dennoch von 3,3 auf 2,8 Mrd. Euro sank, liegt an Nettoabflüssen aus Geldmarktfonds in Höhe von 4,3 Mrd. Euro. Der Rückgang war maßgeblich getrieben durch Dispositionen von Großanlegern vor dem Jahresende, die die Instrumente zur Liquiditätssteuerung einsetzen. Insgesamt verwaltet die hiesige Branche jetzt 1 152 Mrd. Euro. Davon entfallen 543 Mrd. Euro auf Publikumsfonds, der Rest auf die für institutionelle Investoren konzipierten Spezialfonds.

Die deutschen Tendenzen passen nur teilweise zu den aktuellen Absatzzahlen auf den europäischen Fondsmärkten, die jetzt für Oktober verfügbar sind. Laut dem Londoner Datenanbieter Feri Funds Market Information stieg der Nettoabsatz in dem Monat gegenüber September um 3,2 Mrd. auf 32,5 Mrd. Euro. Hier fiel der Aktienfondsabsatz von 15,4 auf 7,4 Mrd. Euro.

Auch im europäischen Kontext spielen die Geldmarktfonds eine maßgebliche Rolle. Hier lagen die Netto-Verkaufszahlen bei 7,1 Mrd. Euro, nach einem Minus von 4,6 Mrd. Euro im September. „In Ländern wie Frankreich, aber auch Deutschland, setzen Institutionelle diese Produkte zur Liquiditätssteuerung ein, so dass die Absätze stark schwanken“, sagt Feri-FMI-Chefin Diana Mackay. ina

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