Ölpreis belastet klassische Energiefonds
Uran gibt Rohstofffonds neuen Schub

Ein Monatsplus von fast 18 Prozent, wie es der bei Axxion in Luxemburg aufgelegte Stabilitas Gold + Resourcen im November hinlegte, ist selbst für einen traditionell stark schwankenden Rohstofffonds ungewöhnlich.

HAMBURG. "Wir halten eine Reihe unterbewerteter Wachstumsaktien im Portfolio, von denen einige gerade vom Markt entdeckt werden", sagt Fondsberater Werner Ullmann von Euromerica und nennt als Beispiel die kanadische Explorationsgesellschaft YGC Resources, deren Kurs im genannten Zeitraum von 1,70 auf 2,50 Dollar stieg.

Firmen wie YGC, im Branchenjargon "Juniors" genannt, sind Ullmann zufolge für die Entdeckung von 70 Prozent aller neuen Metall-Vorkommen auf der Erde verantwortlich. Im Fondsvermögen des Stabilitas Gold + Resourcen sind sie derzeit mit rund 35 Prozent vertreten, wobei der Schwerpunkt auf der Erforschung neuer Goldlagerstätten liegt. Weitere Schwerpunkte umfassen die Bereiche Silber, Platin, Basismetalle und Uran. Mit dieser Mischung erzielte der erst im Oktober 2005 gestartete Stabilitas-Fonds in den vergangenen zwölf Monaten einen Wertzuwachs von 50,67 Prozent und belegt damit in der jüngsten Auswertung von 47 Rohstofffonds den Spitzenplatz (Tabelle).

Sehr großes Potential im Ullmann zufolge "noch mindestens zehn Jahre lang andauernden" Rohstoff-Boom stecke auch im Aufspüren neuer Energiequellen, wobei dem Brennstoff Uran eine besondere Bedeutung zukomme. Für darauf spezialisierte Firmen legt Axxion am 28. Dezember mit dem Stabilitas Uran + Energie eigens einen neuen Fonds auf. "Weltweit gibt es mehr als 300 börsennotierte Gesellschaften, die sich mit der Urangewinnung und-verarbeitung beschäftigen", sagt Ullmann. Darüber hinaus darf der neue Fonds aber auch in Aktien von Firmen investieren, die nach neuen Öl- und Gasvorkommen suchen. Für klassische Energiefonds boten die vergangenen zwölf Monate angesichts des deutlich gesunkenen Ölpreises ein eher schlechtes Umfeld. Darunter litt auch der 4,5 Milliarden Euro schwere MLIIF World Energy Fund von Blackrock, der lediglich einen Zuwachs von 2,30 Prozent verbuchen konnte und mit diesem Ergebnis in seiner Kategorie den vorletzten Platz belegt. "Wir waren im dritten Quartal stark in Raffinerien gewichtet, deren Margen sich verengten", kommentiert Blackrock-Manager Robin Batchelor die im Vergleich zu direkten Konkurrenten unterdurchschnittliche Entwicklung. In den vergangenen Wochen hat er deshalb den Anteil integrierter Ölgesellschaften wie Eni oder Exxon Mobil wieder etwas angehoben, bleibt in diesem Sektor aber nach wie vor untergewichtet. Dagegen ist der auch von Ullmann favorisierte Uran-Sektor mit einem Anteil von neun Prozent fünfmal höher vertreten als im Vergleichsindex MSCI World Energy.

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