Offene Immobilienfonds
SEB-Kunden können auf Rückzahlung hoffen

Der geschlossene Immobilienfonds SEB Immoinvest verkauft Objekte im Wert von 300 Millionen Euro. Das sorgt für neuen Optimismus: Im Sommer will der Fonds den Anlegern einen Teil ihrer Anteile zurückzahlen.
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DüsseldorfDer zwischenzeitlich geschlossene, offene Immobilienfonds SEB Immoinvest meldet wieder einmal Vollzug: Gleich drei Immobilien verkauft das Management. Für das Grand Hyatt, das Maritim Hotel und den Johannishof in Berlin erzielten die Verwalter eine Kaufsumme von knapp 300 Millionen Euro. Die Übertragung ist bereits abgeschlossen, der Betrag auf den Konten der SEB Asset Management eingegangen. Verkäufe in dieser Größenordnung sind in der Branche aktuell an der Tagesordnung.

Wegen hoher Abflüsse mussten zahlreiche Immobilienfonds schließen oder das Geld der Anleger einfrieren. Anlegern muss das bei den Verkäufen erzielte Geld nicht direkt übertragen werden.

Beim SEB Immoinvest wurden im vergangenen Jahr rund 20 Prozent des Fondsvolumens an die Anleger zurückgezahlt. Insgesamt wurden rund 1,3 Milliarden Euro ausgezahlt, pro Anteil gab es 11,49 Euro. Die nächste Auszahlung ist für Sommer dieses Jahres geplant. Seit Mai 2010 schloss das Management insgesamt 35 Kaufverträge ab.

Die drei aktuell verkauften Objekte sind exklusiv und als Hauptstadtimmobilien bei Anlegern aus dem Ausland begehrt. Das Grand Hyatt ist etwa ein Teil des insgesamt 19 Immobilien umfassenden Ensembles „Quartier Potsdamer Platz“. Das Maritim Hotel liegt im Botschaftsviertel am Tiergarten. Beide Objekte erwarb eine Tochtergesellschaft der Al Faisal Holding.

Das Bürogebäude an der Johannisstrasse ist aktuell an Rocket Internet vermietet. Das mehr als 10.000 Quadratmeter große Bürogebäude geht an einen nicht genannten Berliner Immobilienfondsanbieter. Der SEB-Fonds übernahm und renovierte das zur Gründerzeit erbaute Gebäude 2001 saniert.

 

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

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  • Die Anleger beim SEB Fonds dürfen hoffen und viele andere Anleger müssen frustriert zuschauen, wie DEGI Europa und andere abzuwickelnde "offene" Fonds nun aufgezeigt bekommen, was die Gutachterwerte in der Vergangenheit wert waren. Obwohl z.B. der DEGI Europa seit 2010 deutliche Abwertungen seiner Objekte von über 35 % bereits hat hinnehmen müssen, machen die Börsenkurse nochmal einen Abschlag von 47 %.
    Da sollten sich die Anleger bei den übriggebliebenen großen Vier -Siehe Handelsblatt Artikel vom 4.4.2013 auf Seite 44 Guter Start für Immobilienfonds (DEKA, Union, Hausinvest und Grundbesitz) mal Gedanken machen, ob das Schneeballsystem wirklich auf Dauer hält.

  • @ Radfahrer:
    er heisst "offener Immobilienfonds"...das ist seine Gattung.
    Es ist also sehr richtig, dass man "der geschlossene, offene..." Vll hätte der Auor die Bezichnung mit "" kennzeichnen können.

  • Was denn nun - geschlossen oder offen? Deutsche Sprache ist ja so schwer. Der ist weder offen noch geschlossen, sondern in Abwicklung befindlich. Und dieses wichtigste Wort fehlt im ganzen Artikel.

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