Offensiv ausgerichtete Strategen fühlen sich mit höheren Aktienquoten gut aufgehoben
Dachfonds bevorzugen Europas Märkte

Auch nach den kräftigen Kursanstiegen in diesem Jahr bleibt Dachfondsmanager Sven Roggenkamp optimistisch für Aktien. „Die Märkte sind noch nicht fair bewertet“, sagt der Fondsspezialist der Vereins- und Westbank-Fondstochter Nordinvest.

HB/vwd FRANKFURT/M. Beim international investierenden Nord-Primus-Chance, der für maximal ein Viertel der Gelder Rentenfonds beimischen könne, habe er daher die Aktienfondsquote seit März von 80 auf 90 % angehoben. Mit dieser Strategie schaffte er einen Zwölfmonats-Wertgewinn von 11,10 %. Das bedeutet den sechsten Rang unter 56 offensiv ausgerichteten Dachfonds, die den Anlageschwerpunkt regelmäßig bei Aktienfonds bilden.

Zumindest kurzfristig zuversichtlich für Aktien ist auch Andreas Voß, Fondsexperte der zur Versicherungsgruppe AMB Generali gehörenden Anlagegesellschaft AM Generali Invest. Als Berater des Dachfonds AM Generali Komfort Wachstum halte er an der mit vier Prozentpunkten leicht übergewichteten Aktienfondsquote von 74 % fest. „Wir sind vor allem in Euroland investiert“, sagt Voß. Eine Performance von 10,01 % bringt das Produkt auf den achten Platz.

Erheblich profitiert habe der Fonds von AM Generali in diesem Jahr von der Übergewichtung der Nebenwerte, berichtet Voß. Weil sich der Bewertungsabschlag gegenüber Standardtiteln inzwischen verringert habe, schichte er sukzessive in Produkte um, die auf größere Werte spezialisiert seien. So setze er jetzt etwa stärker auf den Fidelity Funds - Euro Blue Chip Fund.

Nordinvest-Experte Roggenkamp traut nach eigenen Angaben Europas Aktienmärkten im internationalen Vergleich viel zu und hat europäische Aktienfonds mit 25 % am höchsten im Portfolio gewichtet. Zu seinen Favoriten zähle der Gartmore Continental European.

Wegen der positiven Konjunkturdaten will Voß leichte Renditeanstiege an den Anleihemärkten nicht ausschließen. Daher habe er Rentenfonds mit 26 % untergewichtet. Roggenkamp senkte die Quote ebenfalls und liegt nur noch bei 10 %.

„Geringe Währungsrisiken und günstige Preise, beides spricht für eine renditeträchtige Euroland-Beimischung“, stellt Gerd Bennewirtz zum AM-Generali-Fonds fest. Der unabhängige Fondsberater von SJB Fondsskyline sagt auch: „Ein internationales Portfolio wie das des Nord-Primus-Chance dürfte es schwer haben, im Tritt zu bleiben.“

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