Oppenheim setzt stärker auf Risikopapiere
Zloty-Anleihen locken die Fondsmanager

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Der mit rund 2,5 Mrd. Euro Vermögen größte defensive Mischfonds Activest Lux Total Return und der 17 Mill. Euro kleine OP Bond Euro Plus. Gemeinsam ist ihnen aber ein hoher Rentenanteil und der Vorsprung vor Vergleichsprodukten.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Mit einem Wertzuwachs von 8,42 Prozent in zwölf Monaten rangiert das kleine Produkte der Anlagegesellschaft der Bank Oppenheim (OP) auf Listenplatz zwei, der große Konkurrent von der zur Hypo-Vereinsbank gehörenden Activest mit 6,93 Prozent auf Platz neun.

Damit übertreffen beide Fonds um Längen den Durchschnitt der 123 defensiven Mischfonds, die beim Mix von Aktien und Anleihen grundsätzlich das Schwergewicht auf Renten legen. „Stellt man die beiden Fonds jedoch einem reinen Rentenindex oder den Oppenheim- Fonds seiner selbst gewählten Messlatte gegenüber, liegen sie nach Kosten knapp darunter“, kritisiert Thomas Portig, Leiter Fondsanalyse bei HCM Capital Management.

Carmen Daub, Fondsmanagerin bei Oppenheim, setzt aktuell zu rund 24 Prozent auf Euroland-Aktien. „Da orientiere ich mich am Index Euro Stoxx 50“, sagt Daub. Der Rententeil werde sehr flexibel verwaltet. So habe sie etwa 45 Prozent des Fondsvermögens in Emissionen von neuen und zukünftigen EU-Mitgliedsländern angelegt. „Wir waren und sind hier sehr optimistisch eingestellt. Auch Anleihen in Zloty, Forint oder Tschechen-Krone haben wir deutlich übergewichtet und nicht abgesichert“, sagt Daub. Anders sehe das für die rund 25 Prozent der Gelder aus, die etwa in Großbritannien, Schweden oder Dänemark angelegt seien. „In diesen Ländern sind wir aktuell untergewichtet“, sagt die Managerin. Für Euroland rechnet sie in den kommenden sechs Monaten mit einem Renditeanstieg, weshalb sie hier die Laufzeiten im Schnitt auf etwas über drei Jahre verkürzt hat.

Gerd Rendenbach, Fondsmanager des Activest Lux Total Return, hat die Laufzeiten im Schnitt weit stärker verkürzt – ist daher noch defensiver. „Ich steuere das sehr aktiv über Terminmarktinstrumente“, sagt er. Gewisse Währungen reizen ihn aber, etwa Zloty und Forint. Beim US-Dollar sieht er kurzfristig Chancen. „Wenn die Europäische Zentralbank interveniert, dürfte der Euro erst mal konsolidieren“, glaubt der Activest-Mann. Auch britische Anleihen gefallen ihm. Die Aktienquote habe er fast nicht genutzt.

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