Optimismus pur
Fondsmanager optimistischer für Aktien

Internationale Vermögensverwalter trauen der globalen Wirtschaft wieder mehr zu und gewichten Aktien in ihren Portfolios höher. Fast 40 Prozent der von der US-Investmentbank Merrill Lynch monatlich befragten rund 300 Fondsmanager glauben, dass das weltweite Wachstum in den kommenden zwölf Monaten Fahrt aufnimmt.

HB/rez FRANKFURT/M. So optimistisch zeigten sich die Investoren seit einem halben Jahr nicht mehr. Auch erwartet ein knappes Drittel, dass Firmen dank steigender Umsätze wieder höhere Gewinnprognosen abgeben. David Bowers, Chef-Investmentstratege von Merrill Lynch, sieht die Stimmungswende vor allem im Zusammenhang mit den jüngsten positiven Konjunkturdaten aus den USA. Allerdings sind die meisten Befragten der Ansicht, dass die Konjunktur bereits ihre späte Zyklusphase erreicht hat.

Folglich rechnen die meisten Vermögensverwalter wieder mit einer anziehenden Kern-Inflationsrate in den kommenden zwölf Monaten. Eine Mehrheit sieht den konjunkturneutralen US-Leitzins nun bei 3,8 bis 3,9 Prozent, nach 3,7 Prozent im Juni.

Mit dieser Unsicherheit über die US-Notenbankpolitik begründet Bowers die überdurchschnittlichen Liquiditätspositionen der Investoren von mehr als vier Prozent. Gleichwohl schlägt sich die neue Wachstumseuphorie in den Anlagestrategien der Fondsmanager nieder. Fast 60 Prozent der Befragten gewichten Aktien über, im Mai war es gut die Hälfte. Anleihen halten die meisten weiterhin für zu teuer. Nach Regionen bevorzugen sie Aktien der EuroZone, Japans und der Schwellenländer gegenüber US-Titeln. Nach Sektoren billigen sie Pharma- und Energie-Aktien das größte Kurspotenzial zu.

Gefragt nach den Folgen eines Regierungswechsels in Deutschland, erwarten 61 Prozent der europäischen Fondsmanager, dass eine CDU-geführte Regierung die Restrukturierungsbemühungen im Land beschleunigen würde. 30 Prozent meinen hingegen, ein Regierungswechsel hätte keinen Einfluss.

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