Optionen auf Aktien sind besonders beliebt
Hedge-Fonds haben die freie Auswahl

Die Auswahl ist nahezu grenzenlos – im Gegensatz zu traditionellen Investment-Fonds dürfen Hedge-Fonds frei aus einer Vielzahl derivativer Investments auswählen. Diese Finanzinstrumente – deren Preise direkt abhängen von dem Wert zugrunde liegender Basiswerte wie Aktien oder Indizes – nutzen Fonds-Verwaltern unter anderem, um ihre Anlagebestände gegen Risiken abzusichern. Doch wie funktionieren Hege-Fonds? Um sie zu verstehen, sollte der Anleger deren Strategien kennen.

Die meisten Hedge-Fonds verfolgen so genannte „Equity-related Strategien“, also auf Aktien bezogene Strategien. Oft gehen diese Fonds Long- und Short-Positionen bei Aktien ein. In der „Long/Short Equity-Strategy“ dienen Derivate dazu, das Gesamtmarkt- oder Sektor-Risiko zu verringern. So gehen Hedge-Fonds Short-Positionen in „Market Index Futures“ ein, um das Risiko ihrer Long-Posten zu reduzieren. Fundamental-Manager kaufen dabei gerne Call-Optionen – also das Recht, eine Aktie in Zukunft zu einem bestimmten Preis erwerben zu können. Indem sie die Aktie nicht direkt kaufen, begrenzen die das Verlustpotenzial. Fällt nämlich der Aktienkurs, ist der Verlust auf die Prämie beschränkt, die für die Option bezahlt wurde.

Am zweitpopulärsten sind die so genannten „Event-driven Strategies“. Event-driven-Manager suchen gewöhnlich Firmen, denen der Konkurs droht oder die von wichtigen Ereignissen wie Fusionen oder Akquisitionen betroffen sind. Dabei müssen die Hedge-Fonds-Manager vor allem Kreditrisiken meistern, etwa wenn ein Schuldner seinen Zinszahlungen oder Tilgungen nicht nachkommt. Event-driven-Manager steigen etwa bei „Credit Default Swaps“ ein – Derivaten, bei denen das Säumnis-Risiko vom Wertpapier-Inhaber auf den Verkäufer des Swap übergeht.

Hedge-Fonds, bei denen die Convertible-Bond-Arbitrage im Mittelpunkt steht, handeln einen speziellen Typ von Anleihe. In ihr ist die Option eingebettet ist, eine Anleihe in eine Aktie wandeln zu können. Der klassische Fall ist die Wandelanleihe als Long-Position und die betreffende Aktie als Short-Position. In einigen Fällen versuchen die Manager, sich zusätzlich durch „Credit Default Swaps“ gegen die Kreditrisiken des Bonds abzusichern.

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