Fonds + ETF
Optionen machen Reiz und Risiko der Zertifikate aus

Die Konstruktion von Outperformance-Zertifikaten entspricht einer Kombination aus dem Basiswert (Aktie oder Index) und einer Kauf-Option (Call) auf diesen Wert. Den Kauf der Call-Option finanziert der Emittent mit den Dividenden, die er aus den gekauften Wertpapieren erhält. Steigt der Basiswert, dann verteuert sich das Recht, ihn zu kaufen (die Option) um ein Vielfaches.

Dieser Teil der Konstruktion sorgt für den Hebel nach oben. Fällt der Kurs des Basiswerts dagegen, verliert die Option schnell an Wert. Weil das angelegte Kapital komplett in den Kauf des Basiswerts geflossen ist, kann das Zertifikat aber nicht mehr verlieren als der Basiswert.

Der Basispreis des Zertifikats hängt von der zu Grunde liegenden Call-Option ab, die in der Konstruktion steckt. Erst wenn der Kurs des Wertes, auf den sich das Zertifikat bezieht, den Basispreis erreicht hat, greift der Hebel. Kostet eine Aktie zum Beispiel 40 Euro und der Basispreis des Outperformance- Zertifikats liegt bei 45 Euro, dann verdient der Anleger bis zu diesem Kurs nur eins zu eins mit. Liegt der Kurs dagegen über dem Basispreis, dann wirkt der Hebel des Papiers auch nach unten. Wer also ein Zertifikat auf einen Index mit Basispreis 4 000 beim Stand von 4 300 kauft, verliert bei einem Kursrutsch von 100 Punkten deutlich mehr, nämlich 100 Punkte multipliziert mit dem Hebel des Zertifikats. Anleger sollten sich daher nie von großen Hebeln beeindrucken lassen, ohne sie in Bezug zum Basispreis und dem aktuellen Kurs zu setzen. drz

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