Optmistische Fondsmanager
Hedge-Fonds melden wieder Geldzuflüsse

Die Stimmung in der Hedge-Fonds-Branche hellt sich weiter auf. Ein Grund hierfür ist die zuletzt positive Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten. Ein Grund für private und institutionelle Anleger gegenüber den Finanzinvestoren aus der Deckung zu gehen. Trotz der Entspannungs-Tendenzen weisen die meisten Hedge-Fonds nach wie vor erhebliche Probleme auf.

FRANKFURT. Nach einem Minus von über 23 Prozent im Krisenjahr 2008 liegen die repräsentativen Hedge-Fonds-Indizes derzeit um rund 7,9 Prozent über dem Stand vom Ende des vergangenen Jahres. Vor diesem Hintergrund gaben zuletzt immer mehr private und institutionelle Investoren ihre Zurückhaltung gegenüber den oft gescholtenen Finanzinvestoren auf. Das ist nicht zuletzt an den anhaltenden Mittelzuflüssen abzulesen.

Nach Berechnungen des in Singapur ansässigen Marktbeobachters Eurekahedge verzeichnete die Hedge-Fonds-Branche im Monat Juli 2009 weltweit einen Nettokapitalzufluss in Höhe von 2,1 Mrd. Dollar. Dies war einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge der dritte Monat in Folge, in dem die Finanzinstitute Mittelzuflüsse verzeichneten. Aufsichtsbehörden in Nordamerika und Europa diskutieren derzeit intensiv über neue regulatorische Vorschriften, mit denen sie Anbieter von Alternativ-Investments wie Hedge-Fonds und Private-Equity-Unternehmen stärker an die Kandarre nehmen wollen.

Nach Berechnungen von Eurekahedge liegt das von Hedge-Fonds weltweit verwaltete Vermögen aktuell bei rund 1,35 Billionen US-Dollar. "Ende 2008 verwalteten Hedge-Fonds noch ein Vermögen von insgesamt rund 1,5 Billionen Dollar", sagt Oliver Schupp vom Indexberechner Credit Suisse Tremont in New York. Zum Vergleich: Zu den Hochzeiten des Jahres 2007 hatten die Akteure dieser Branche noch rund 2,25 Billionen US-Dollar unter Verwaltung. Während der Finanzkrise zogen Anleger ihr Kapital aber massiv ab, wodurch Hedge-Fonds gezwungen wurden, einen Teil ihrer Portfolios zu liquidieren.

Ungeachtet jüngster Entspannungs-Tendenzen weisen die meisten Hedge-Fonds allerdings nach wie vor erhebliche Probleme auf. Dies liegt auch daran, dass die Ergebnisse der meisten Fonds noch immer deutlich unter den Höchstständen vom November des Jahres 2007 zurückbleiben. Experten schätzen, dass noch nicht einmal zehn Prozent der global agierenden Hedge-Fonds-Manager ihre seinerzeitigen Rekordwerte wieder erreicht haben.

Dies ist insofern von Bedeutung, als die Branche erst dann wieder Erfolgsgebühren von durchschnittlich 20 Prozent von ihren Anlegern verlangen kann, wenn der aktuelle Wert der Fonds über diesen alten Höchstständen liegt. Bekanntlich sind Erfolgsgebühren die wichtigste Einnahmequelle für Hedge-Fonds-Firmen. Neben diesen Erfolgsgebühren berechnen Hedge-Fonds in der Regel Verwaltungsgebühren in Höhe von durchschnittlich zwei Prozent.

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