Oyster European Opportunities setzt auf konjunkturunabhängige Aktien
Fondsmanager sorgen für schlechte Zeiten vor

Fondsmanager suchen sich mit verschiedenen Methoden auf schwierige Zeiten vorzubereiten. Sie halten sich von konjunkturabhängigen Unternehmen fern oder setzen auf einen flexiblen Mix aus Aktien, Renten und Kassepositionen.

HAMBURG. Der ehemalige Axa-Manager Eric Bendahan setzt mit dem von ihm betreuten Oyster European Opportunities von der Schweizer Banque Syz derzeit vor allem auf Unternehmen mit starkem Umsatz- und Gewinnwachstum. Konjunkturempfindlichen Titeln bescheinigt er dagegen eine weniger günstige Entwicklung. Der Fonds der Schweizer Banque Syz ist auf ein Volumen von rund zwei Mrd. Euro gewachsen und belegt mit einem Zuwachs von 28,73 Prozent in dem jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 318 auf europäische Standardwerte spezialisierten Aktienfonds den dritten Rang (Tabelle). "Zum guten Ergebnis haben besonders Positionen aus Deutschland und Frankreich beigetragen, darunter VW, Hermes und Vallourec", erläutert Bendahan.

Generell pessimistisch für die Aktienmärkte gibt sich Egbert Cosack von der Essener Vermögensberatung Favor. "Wir gehen längerfristig von einer schwachen Entwicklung aus, da wir weltweit mit einer sinkenden Liquidität rechnen", erläutert der Berater des bei der Landesbank Rheinland-Pfalz International (LRI) in Luxemburg aufgelegten CW Matrix Creativ. Aufgrund dieser Einschätzung hat Cosack seinen Fonds im Herbst 2005 auf einen auf Verlustbegrenzung ausgerichteten Total-Return-Ansatz mit freier Gewichtung von Aktien, Renten und Kasse umgestellt. Genützt hat ihm die Neuausrichtung in den vergangenen Monaten allerdings wenig. "Trotz unserer vorsichtigen Markteinschätzung haben wir die Heftigkeit der Kursstürze im Mai zu spät erkannt", räumt der LRI-Berater ein. Mittlerweile hat er die Kasseposition auf 30 Prozent hochgefahren und die Aktienpositionen durch entsprechende Derivate abgesichert.

Trotz des jüngsten Durchhängers beurteilt die Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Rating & Research den CW Matrix Creativ nach wie vor mit der Bestnote A. "Von Januar 2001 bis Anfang 2004 erzielte der Fonds eine weit überdurchschnittliche Wertentwicklung, die diese Benotung bislang noch rechtfertigt", erläutert Achim Backhaus. Laufe der Fonds jedoch weiter so schlecht, drohe ihm in Kürze die Herabstufung, so der Feri-Analyst.

Backhaus gibt dem Oyster European Opportunities den Vorzug, weil er durch "eine überdurchschnittliche Wertentwicklung bei unterdurchschnittlichem Risiko" überzeuge. Beim CW Matrix Creativ schwanke die Managementleistung hingegen extrem stark, weshalb er von diesem Nischenprodukt abrate.

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