Papiere von Emittenten aus der Kreditwirtschaft werden bevorzugt
Bonds mit variablen Zinsen sind gefragt

Im Umfeld einer sich fortsetzenden Konjunkturerholung in Euroland und am Markt erwarteter Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) sind Floater bei Euro-Geldmarktfonds ausgesprochen beliebt.

HB FRANKFURT/M. Für diese variabel verzinslichen Anleihen ist charakteristisch, dass ihre Kupons in regelmäßigen Abständen von drei oder sechs Monaten an einen Geldmarktsatz wie Euribor angepasst werden. Oliver Kroll, der bei der zum Versicherungskonzern AMB Generali gehörenden Fondsgesellschaft den AM Generali Geldmarkt Euro steuert, sieht einen wichtigen Vorzug von Floatern: „Sie sind in einem Zinserhöhungsszenario attraktiv, weil das Zinsänderungsrisiko durch die kontinuierliche Anpassung überschaubar ist“, ergänzt Bernhard Falk, der bei der Deutsche- Bank-Fondstochter DWS den Geldmarktfonds DB Portfolio Euro Liquidity managt. Mit hohen Floater-Quoten von jeweils rund 90 % fühlen sich die beiden Fondsmanager im aktuellen Szenario jedenfalls aussichtsreich positioniert.

„Mit Erstarkung der Wirtschaft gehen auch wir davon aus, dass ab dem zweiten Halbjahr die Zinsen angehoben werden“, sagt Alice Segschneider, Leiterin Research bei der Fondsrating-Agentur Lipper. „Vor dem Hintergrund eines steigenden Zinsniveaus war es von den Fondsmanagern vorausschauend, verstärkt in Floater zu investieren“, sagt sie.

In den 12 Monaten bis Ultimo November 2003 erwirtschaftete der DB Portfolio Euro Liquidity einen Wertzuwachs von 2,75 %. In der Hitliste der 112 Euro-Geldmarktfonds belegt dieses Produkt den vierten Platz. Eine Performance von plus 2,60 % bringt den AM Generali Geldmarkt Euro auf den neunten Rang.

Mit rund zwei Dritteln des Fondsvermögens setzt AM-Generali- Fondsmanager Kroll auf Floater von Kreditinstituten, die an diesem Markt auch mit dem größten Volumen vertreten seien. „Diese Titel bringen teilweise Aufschläge bis zu 0,3 Prozentpunkte über Euribor“, so der Fondsmanager. Beim DB Portfolio Euro Liquidity bilden Banken-Floater mit einem Portfolio-Anteil von gut 30 % laut Falk „das Grund-Investment“. Mit interessanteren Renditeaufschlägen locken Falk zufolge immer noch Floater von Unternehmen außerhalb des Bankensektors, in denen er derzeit mit einem Drittel des Fondsvermögens engagiert sei.

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