Paradigmenwechsel in der Kapitalanlage
Bei Rohstoffen bricht eine neue Ära an

Vertreter der Asset-Management- Branche in aller Welt werden derzeit mit einem auf den ersten Blick merkwürdig erscheinenden Bild konfrontiert. Rohstoffe sind in den vergangenen Jahren zu einem der interessantesten Gebiete im Bereich der Kapitalanlage geworden.

Die Performancedaten und Fakten sind eindeutig und unmissverständlich und sprechen für sich selbst. Und dennoch zweifelt die Finanzwelt an der Richtigkeit dieser Aussagen. Dies wohl einfach deshalb, weil nicht sein kann, was eigentlich nicht sein dürfte.

Mit Rohstoff-Investments hätte die Branche der Asset Manager in den vergangenen fünf Jahren mehr Geld verdient als mit den meisten anderen Anlageformen. Diesen Paradigmenwechsel in der Kapitalanlage haben die meisten Vermögensverwalter jedoch schlichtweg verschlafen.

Inzwischen rühren immer mehr Experten die Werbetrommel für Rohstoff-Investments. Nach weltweit bekannten Investment-Gurus wie Marc Faber, Felix Zulauf oder Jim Rogers sind im laufenden Quartal auch die großen Finanzhäuser auf Rohstoffe aufmerksam geworden. Goldman Sachs und UBS waren mit ihren Ratschlägen zum Einstieg in Rohstoffe vergleichsweise früh an den Markt gegangen. Seit kurzem sind auch Finanzhäuser wie die Deutsche Bank und Citigroup konsequent auf der Seite jener zu finden, die Rohstoffe als sinnvolle - weil risiko-reduzierende - Ergänzung der Kapitalanlage betrachten.

Und alle werden sie von einer wesentlichen Beobachtung getrieben: Die Rohstoffmärkte werden längst nicht mehr vornehmlich von der Nachfrage westlicher Industrieländer geprägt. Es sind vielmehr die globalen Veränderungen mit dem politischen und wirtschaftlichen Aufbruch der VR China, die zum Weckruf für die im Hinblick auf Rohstoffe lange Zeit verschlafen wirkende Gilde der Analysten und Ökonomen wurden. Man erntete bei europäischen Analysten noch bis vor kurzem auf die Frage nach den Zukunftsperspektiven der Rohstoffe fragende Blicke und Kopfschütteln. Kein Wunder, hatten Rohstoffe in den vergangenen zwei Dekaden stets in ausreichender Menge und zu auskömmlichen Preisen zur Verfügung gestanden. Zum Teil existierten sogar erhebliche Überschüsse. Die Rohstoff-Nachfrage des Westens wurde in den vergangenen Jahrzehnten stets problemlos gedeckt.

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