Peter Huber am Steuer von Starcapital
Rentenfondsmanager bevorzugen kurze Laufzeiten

Peter E. Huber hat wieder das Ruder beim Starcapital Bondvalue UI von Universal Investment übernommen. Trotz Beraterwechsel behält Starcapital Bondvalue die Ausrichtung bei. Der Fonds bleibt chancenorientiert, zum Beispiel durch Investments in türkische und ungarische Papieren.

HAMBURG. Knapp zwei Jahre ist es her, dass der mehrfach preisgekrönte Fondsprofi Peter E. Huber im Streit bei der Frankfurter Vermögensverwaltung Starcapital ausschied. Damals hatte er sich mit seinen Partnern überworfen und konzentrierte sich vorübergehend ganz auf seine neu gegründete Gesellschaft Huber Portfolio AG. Im August 2006 dann der Coup: Die Huber Portfolio AG schluckte Starcapital. Trotzdem wurde der Bond Value UI bis Mitte April weiter vom ehemaligen Union-Investment-Rentenchef Rüdiger Brauel betreut.

Der Performance tat das Hin und Her keinen Abbruch. Wie bereits vor 2005 gehörte der international ausgerichtete Rentenfonds auch in den vergangenen zwölf Monaten zu den besten Angeboten seiner Kategorie: Mit einem für das schwierige Umfeld beachtlichen Wertzuwachs von 4,58 Prozent belegt er unter 179 Angeboten Rang zwei.

„Durch den Beraterwechsel wird es keine Veränderungen in der grundsätzlichen Anlagepolitik geben“, betont Huber. Der Bondvalue UI ergänze den ebenfalls international ausgerichteten Starcap Argos und unterscheide sich von diesem dadurch, dass er etwas chancenorientierter ausgerichtet sei. Als Beispiel nennt Huber Engagements in türkischen und ungarischen Papieren, die aktuell jeweils rund acht Prozent ausmachen. Knapp 13 Prozent sind darüber hinaus in Wandelanleihen investiert.

Auf der Zinsseite agiert der Vermögensverwalter noch immer eher vorsichtig. Durchschnittlich ist das Kapital lediglich 2,8 Jahre gebunden. „Am kurzen Ende lassen sich relativ risikolos Renditen von mehr als vier Prozent erzielen“, sagt Huber. Mehr sei auch mit Langläufern kaum drin. Auf US-Dollar lautende Titel hat er mit sechs Prozent deutlich untergewichtet, Anleihen aus Asien und Lateinamerika sind überhaupt nicht vertreten. „Wenn der Abwärtstrend beim Dollar anhält, wovon ich ausgehe, sind auch diese Währungen betroffen“, sagt er. Mit einem Anteil von knapp 62 Prozent stellen auf Euro lautende Papiere im Bondvalue UI nach wie vor den Schwerpunkt.

Deutlich breiter aufgestellt auf der Währungsseite ist der Templeton Global Total Return auf Rang drei. Dort macht die größte Währungsposition US-Dollar gerade einmal elf Prozent des Portfolios aus. In ähnlicher Größenordnung vertreten sind die schwedische Krone, der brasilianische Real und die indonesische Rupiah. „Viele asiatische Währungen dürften langfristig von der Aufwertung des Yen profitieren“, sagt Templeton-Manager Michael Hasenstab und nennt Thailand und Malaysia als weitere Favoriten in der Region.

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