Pimco
Spekulation um den Neuen neben Bill Gross

Drei Milliarden Dollar allein im März: Anleger fliehen weiter aus dem Pimco Vorzeigefonds Total Return. Doch könnte ein neues Gesicht die Chefetage des Fondshauses bald aufmischen. Was Andrew Balls alles mitbringt.
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New YorkAnleger kehren dem Pimco-Vorzeigefonds in Scharen den Rücken. Allein im März zogen sie 3,1 Milliarden Dollar aus dem Total-Return-Fonds ab, wie das Analysehaus Morningstar am Dienstag mitteilte. Es war bereits der elfte Monat in Folge mit Abflüssen aus dem weltweit größten Rentenfonds, der von Pimco-Mitgründer Bill Gross gemanagt wird. Im Jahr 2013 summiert sich das Minus auf 41,1 Milliarden Dollar – höhere Abflüsse musste nach Morningstar-Berechnungen noch nie ein Fonds hinnehmen.

Ein Grund für die Unbeliebtheit des Fonds der Allianz-Tochter Pimco, der derzeit noch Einlagen im Volumen von 232 Milliarden Dollar verwaltet, ist das schlechte Abschneiden: So sank der Wert des Fonds im März um 0,57 Prozent, nur fünf Prozent aller vergleichbarer Fonds machten noch größere Verluste.

Pimco steht im Moment unter besonderer Beobachtung, weil der Total Return schon seit längerem unter den Erwartungen bleibt. Besonders viele Schlagzeilen produzierte die kalifornische Investmentgesellschaft aber im Januar, als Gross' langjähriger Kompagnon Mohamed El-Erian überraschend das Handtuch warf. Seither kursieren Medienberichte über ein Zerwürfnis der beiden Manager.

Nun deutet vieles darauf hin, dass der Pimco-Manager Andrew Balls Gross' Ex-Kompagnon El-Erian auf dem Chefsessel beerben. Zwei der größten Fonds, die der 40-jährige Balls bei Pimco -verwaltet, konnten in den vergangenen drei Jahren mehr als 90 Prozent ähnlicher Fonds schlagen.

Bereits im Januar hatte Bill Gross Balls neben anderen zum Vize-Investmentchef aufsteigen lassen. Als frisches Gesicht muss Balls nun dabei helfen, das Vertrauen der Anleger in Pimco wieder herzustellen.

Kommentare zu " Pimco: Spekulation um den Neuen neben Bill Gross"

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  • Liebes HB, Ihr habt dem Loser Bill Gross jahrelang die Stange gehalten und seine Kommentare regelmäßig und völlig ungefiltert veröffentlicht. Nebenbei habt Ihr ihn als Ikone bzw. Guru dargestellt, dessen Worten man folgen sollte. Selbst Ende 2012, als sich die Schieflage seines Fonds abzeichnete. Noch Mitte 2013 sprach er vollmundig von der big rotation.
    Big war nur sein Mißerfolg.
    Es wird Zeit, da vieles richtig zu stellen. So würde man guten Journalismus machen.

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