Portable-Alpha-Strategien
Auf der Suche nach der Überrendite

Eines der neuen Zauberworte im Bereich der Hedge-Fonds heißt Portable-Alpha. Diese neue Form der Anlagechance bietet die Möglichkeit für stabile Erträge. Nicht nur das: Anleger werden von der Aussicht auf doppelte Renditen gelockt.

PRÄFFIKON. Derivative Finanzinstrumente wie Optionen und Futures bilden das Handwerkszeug der Hedge-Fonds-Manager, um in allen Marktsituationen Gewinne zu generieren und Verluste zu vermeiden. Um neue Anlagechancen zu erschließen und den steigenden Anforderungen der Anleger gerecht zu werden, wird dieses Instrumentarium laufend weiterentwickelt und perfektioniert. In den vergangenen Jahren kamen zum Beispiel gerade in Deutschland Kapitalschutzkonzepte auf, die auf ausgeklügelten Derivatekonstruktionen basieren, und es erlauben, die Auszahlung von Dach-Hedge-Fonds bei Verfall zu 100 Prozent zu garantieren.

In jüngster Zeit erlebt die Hedge-Fonds-Branche in der Produktstrukturierung durch Derivate mit hochmodernen Konzepte einen weiteren Innovationsschub: Zu den wichtigsten Investment-Methoden gehört das so genannte Portable Alpha. Das Portable-Alpha-Konzept setzt verstärkt Derivate ein, indem indexorientierte Investments - also Instrumente, die einen Markt abbilden - mit Alpha-Strategien wie zum Beispiel Private Equity oder Hedge-Fonds gekoppelt werden. Die Alpha-Renditequelle wird "geported", das heißt auf ein indexorientiertes Investment übertragen. Dazu wird sozusagen doppelt investiert: Man schließt zuerst in einen so genannten Total Return Swap ab, der die Performance des zugrunde liegenden Index abbildet, und weist diese Anlage anschließend dem Portable-Alpha-Fonds zu. Der ist danach darauf ausgerichtet, Alpha zu erwirtschaften.

Ein Anleger, der in Portable-Alpha-Strukturen investiert, erhält die Rendite des zugrunde liegenden Index und die über dem Geldmarktsatz - Libor - liegenden Renditen abzüglich Strukturierungskosten. In der Regel liegen die Kosten bei 30 Basispunkten, können aber - je nachdem, welcher Index abgebildet wird - auch niedriger oder höher ausfallen. Die Portable-Alpha-Methode ermöglicht es, die Performance eines Index - zum Beispiel eines Aktienindex, Bondindex oder eines von dem Kunden vorgegebenen Index -, einer Anleihe oder eines Zertifikats zu replizieren und zusätzliche, stabile Renditen zu generieren.

Portable Alpha ist ein Beispiel dafür, wie die Hedge-Fonds-Industrie ihr derivatives Know-how zur Entwicklung neuer Anlagekonzepte nutzt. Weitere neue Entwicklungen sind "Alpha Linked Target Redemption Income Structure" - TARN: Zusatzrendite über Geldmarkt - oder "Enhanced Principal Protected Investment Contract" - EPPIC: erhöhtes Hedge-Fonds-Exposure bei vollem Kapitalschutz. Dank dieses Innovationspotentials ist es möglich, stets mit den wandelnden Rahmenbedingungen der Märkte und den Bedürfnissen der Anleger Schritt zu halten und optimale Anlagelösungen anzubieten.

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