Portfolio mit 15 Titeln besser als der Rest
Nebenwertefonds punktet mit starker Konzentration

Georg Geiger hat Mut zum Risiko: Nur rund 15 Aktien, vorwiegend aus dem Nebenwertesegment, hält er im Portfolio des Value Holdings Capital Partners Fund. Mit diesem konzentrierten Portfolio war der Vorstandsvorsitzende der Gersthofener Vermögensverwaltung Value Holdings AG in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreicher als die Konkurrenz.

HAMBURG. Das zeigt die aktuelle Statistik von Feri Rating & Research: Während die 18 dort gelisteten Aktienfonds mit Schwerpunkt auf deutschen Nebenwerten im Schnitt 15,77 Prozent verloren, konnte Geiger die Verluste auf vergleichsweise moderate 4,17 Prozent begrenzen (Tabelle).

"Unsere größten Engagements wie die auf Verkehrstechnik spezialisierte Schaltbau Holding oder das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds haben im Vergleich zum Markt kaum gelitten", sagt Geiger. Bei der Titelselektion geht er in zwei Schritten vor: Von allen deutschen Aktien kommen rund 150 Papiere in die engere Wahl. Als Auswahlkriterium dient vor allem das Bewertungsniveau. "Für uns steht im Vordergrund, ob die jeweilige Aktie fair bewertet ist und ob sie auf Sicht von drei Jahren das Potenzial hat, um mindestens 50 Prozent zuzulegen", erläutert Geiger. Fündig wird er vor allem in Branchen wie dem Industriesektor. In schwankungsanfälligen Sektoren wie Biotechnologie und Neue Energien engagiert sich Geiger dagegen nicht. Dax-Titel dürfen ebenfalls ins Portfolio. Sie machen aktuell 15 Prozent des Bestandes aus.

Je nach Marktlage variiert der Aktienanteil im Fonds deutlich. Geiger: "Mitte 2007 haben wir angesichts des hohen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt rund 35 Prozent Kasse gehalten. Seitdem haben wir die Ausverkaufs-Phasen im Zuge der Hypothekenkrise dafür genutzt, Positionen günstig aufzustocken, so dass wir mittlerweile wieder zu 95 Prozent investiert sind."

Auch Albrecht von Witzleben mischt Standardwerte bei und nutzt die Kassequote beim Deutsche Aktien Total Return als taktisches Instrument in schwachen Börsenphasen. Ebenfalls mit Erfolg: So belegt der Fonds mit einem Verlust von 11,81 Prozent Rang drei seiner Vergleichsgruppe. Zwar gewichtet der Berater des bei der Landesbank Rheinland-Pfalz International (LRI) aufgelegten Fonds Aktien im Gegensatz zu Geiger aktuell nur mit 70 Prozent, mit weiteren 15 Prozent ist er jedoch indirekt über Derivate am Aktienmarkt engagiert. "Wir nutzen derzeit vor allem Bonus- und Discountzertifikate auf Einzeltitel", so der in London ansässige Vermögensverwalter. Wie Geiger hat er eine Vorliebe für hohe Einzelwetten und hält im Schnitt lediglich rund 25 Aktien im Fonds.

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