Portfolio von Hauck & Aufhäuser schafft Ertragswende
Europafonds treten bei Nebenwerten kürzer

Er hat den Turnaround geschafft: Nils Bartram, seit Juni vergangenen Jahres neuer Steuermann des H & A Lux Equities Value Invest. Er brachte den kleinen Fonds für europäische Standardwerte von Hauck & Aufhäuser mit Hilfe eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 19,79 Prozent an die Spitze der Vergleichsgruppe.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Schon deutlich länger erfolgreich ist Tobias Klein vom Vermögensverwalter First Private mit dem Europa Aktienfonds ULM FP, der mit 18,69 Prozent auf Rang vier liegt.

Bartram hat derzeit rund die Hälfte der Gelder in Nebenwerte gesteckt. „Anlagen in Osteuropa sind nicht zulässig, allerdings versuche ich diesen Bereich über Unternehmen mit starker Ausrichtung auf die europäischen Schwellenländer wie die Bank Austria abzudecken“, sagt er. Für Achim Backhaus, Analyst bei der Fondsresearchfirma Feri Trust, liegt der Hauptgrund für die gute Entwicklung des Produktes in seinem vergleichsweise hohen Anteil von Nebenwerten. Diese seien angesichts hoher Mittelzuflüsse von institutioneller Seite in den zurückliegenden Monaten deutlich besser gelaufen als Standardwerte. Auch beim Konkurrenzprodukt von First Private habe sich die Betonung von Nebenwerten gelohnt.

Gemeinsam ist beiden Portfoliolenkern, dass sie ihren Anteil an Nebenwerten bereits verringert haben oder in nächster Zeit abbauen wollen. „Neuanlagen werde ich tendenziell eher bei Standardwerten vornehmen, da Nebenwerte mittlerweile leichte Bewertungsaufschläge aufweisen“, sagt Bartram. Die Aktien hoch kapitalisierter Gesellschaften kämen „von den Bewertungen her wieder in Reichweite“, glaubt auch Klein.

Bartram setzt einen Schwerpunkt in Deutschland, favorisiert unter anderem Continental. First-Private-Mann Klein sucht seine Chance in Ländern wie Österreich, das von dem Wachstumsschub in Osteuropa profitiere.

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