Positive Prognose für Tokioter Börse: JP Morgan sieht weiterhin Kurschancen in Japan

Positive Prognose für Tokioter Börse
JP Morgan sieht weiterhin Kurschancen in Japan

Für die japanische Börse war 2005 ein in vieler Hinsicht bemerkenswertes Jahr. So kletterte der Nikkei-Index zum ersten Mal seit Herbst 2000 wieder über die Marke von 16 000 Punkten. Dazu stieg er zwischen Mai und Dezember acht Monate lang in Folge.

HAMBURG. Eine vergleichbare Bilanz hatte es zuletzt 1989 gegeben. Und: Ausländische Investoren kauften 2005 im Gegenwert von 94 Mrd. US-Dollar japanische Aktien – mehr als jemals zuvor. In der Jahresschluss-Rally im Dezember standen dann vor allem Immobilienaktien im Mittelpunkt. Sie profitierten von der Ankündigung des amerikanischen Versicherungskonzerns AIG, umgerechnet 3,45 Mrd. Dollar für den Ankauf eines Gebäudes im Zentrum von Tokio sowie einen benachbarten Bauplatz zu investieren. „Dabei handelt es sich um die bislang größten Transaktionen auf dem japanischen Immobilienmarkt, und AIG zahlt mehr als das Doppelte des offiziellen Grundstückspreises“, sagt Peter Kirkman, Leiter des japanischen Aktienfonds-Teams von JP Morgan Asset Management. Er erwartet vor diesem Hintergrund eine grundlegende Neubewertung des Immobiliensektors.

Mit dem JP Morgan JF Japan Alpha Plus profitierte davon ein Portfolio, das Kirkmans Team betreut. Der erst im August 2004 aufgelegte Fonds investiert derzeit rund ein Viertel seines Vermögens in Immobilienaktien und legte im Dezember mehr als 20 Prozent zu. Dadurch beendete JP-Morgan-Manager Jonathan Dobson das Jahr mit einem Plus von 82,73 und sicherte sich in der Vergleichsgruppe „Aktien Japan“ den ersten Platz.

Deutsche Privatanleger konnten von dem Kursanstieg allerdings nicht profitieren: JP Morgan hat den auf maximal 40 Werte konzentrierten Fonds hier zu Lande ausschließlich institutionellen Investoren angeboten. Vor kurzem wurde der Fonds dann sogar ganz geschlossen. Für Neueinsteiger verweist die Gesellschaft auf den nach einem ähnlichen Managementansatz verwalteten JF Japan Equity, der das Geld der Anleger allerdings deutlich breiter auf bis zu 130 Titel verteilt. Das Plus 2005: knapp 50 Prozent.

Trotz der jüngsten Turbulenzen im Zuge der Ermittlungen gegen den prominenten Gründer des Internet-Portals Livedoor hält JP-Morgan-Mann Kirkman an seiner positiven Prognose für die Tokioter Börse fest: „Die Bewertungen geben noch nicht die gestiegene Rolle wieder, die Privatinvestoren 2006 spielen werden.“ Dabei verweist er auf die steigenden Löhne und die enormen Beträge, die unverzinst auf japanischen Postsparbüchern ruhen. Außer für Immobilienaktien sieht Kirkman dabei vor allem im Konsum- und Dienstleistungssektor gute Chancen, während er bei Autowerten wie Toyota oder Honda zu Gewinnmitnahmen rät.

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