Positive Wachstumsaussichten und neue Kauflust stimmen Experten optimistisch
Fondsmanager erwarten Aufschwung in Japan

Wie wichtig Währungen am Aktienmarkt sind, zeigt ein Blick auf den Parvest Japan von BNP Paribas Asset Management. Die währungsgesicherte Tranche des Fonds hat es im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich mit einem Plus von 37,09 Prozent auf den dritten Platz geschafft. Die ungesicherte Variante hingegen ist mit 23,06 Prozent nicht einmal unter den Top Ten zu finden, obwohl die Portfolios identisch sind.

HAMBURG. Fondsmanager Pierre Debraine investiert nach einem quantitativen Modell: Aus rund 230 Titeln sucht ein Computer anhand von Kennzahlen und technischer Analyse die attraktivsten aus. Anschließend prüft Debraine die Titel qualitativ, um Fehler bei der Computerauswertung zu beseitigen. Das Portfolio besteht schließlich aus 50 gleichgewichteten Titeln.

Debraine ist überzeugt von den positiven Aussichten der japanischen Börse. Allerdings schränkt er ein, dass der Markt bis September anfällig für Kursschwankungen bleiben könnte, "weil dann erst der Nachfolger von Premierminister Junichiro Koizumi feststeht". Einen Kursschub verspricht sich Debraine von der verbesserten Wirtschaftslage in Japan. Die Arbeitslosenquote war im Mai mit vier Prozent so niedrig wie seit acht Jahren nicht mehr.

Auch bei Metzler Asset Management erwartet man eine Fortsetzung des Aufschwungs. Das Bankhaus unterstellt ein Wirtschaftswachstum für 2006 von drei Prozent sowie eine - dank der hohen Beschäftigungsquote und der einsetzenden Inflation - anziehende Konsumlust der Japaner. Das sind gute Aussichten für den Metzler Japanese Equity Fund, der schon in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Zuwachs von 32,93 Prozent gut abschnitt.

Verantwortlich ist dafür die japanische T&D Asset Management. Sie managt den Japan-Fonds Axia, den Metzler eins zu eins kopiert. Der Nachbau dieses großen und erfolgreichen Aktienfonds ist ein sinnvoller Schachzug, findet Björn Drescher von Drescher Allerdings mache das sehr aktive Management den Fonds schwer berechenbar. "T&D setzt vor allem auf Unternehmen, die sich restrukturieren oder in neue Geschäftsfelder vorstoßen", erklärt der Fondsberater. Dieser Ansatz habe in der Vergangenheit sehr gut funktioniert.

Doch auch der Parvest-Fonds hat seine Vorteile. "Es ist ein erfolgreicher Ansatz, die Aktien nach einem passiven Computermodell auszuwählen", sagt Drescher. Der Ansatz mache den Fonds berechenbarer als das Metzler-Produkt. Den Optimismus der Fonds für die Tokioter Börse teilt der Berater. "Das antiquierte Wirtschaftssystem ist jetzt endlich aufgebrochen, und die Bankenlandschaft ist saniert." Dies gebe Raum für einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung.

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