Potenzial
Immobilienfonds setzen auf Einkaufszentren

Die Entwicklung des offenen Immobilienfonds Uni Immo Deutschland weist verblüffende Parallelen zum Konkurrenzprodukt Grundbesitz Europa auf: Beide erhielten einen neuen Namen. Übereinstimmungen gibt es aber auch hinsichtlich der Nutzungsarten der im Fonds enthaltenen Immobilien. Denn für Einkaufszentren sehen beide Potenzial.

HAMBURG. Der ehemalige Difa-Fonds Nr. 1 erhielt ebenso wie das Deutsche Bank-Produkt einen neuen Namen, auch die Bezeichnung der KAG wurde geändert - aus Difa wurde Union Investment Real Estate. Und wie beim mit einem Zwölf-Monats-Plus von 15,40 Prozent im Konkurrenzvergleich führenden Grundbesitz Europa verhängte das Management im Zuge eines umfangreichen Immobilienverkaufs jüngst ebenfalls einen Ausgabestopp.

"Der Verkauf des Immobilienportfolios Pegasus und des Büroobjekts Frankfurter Welle mit einem auf den Uni Immo Deutschland entfallenden Volumen von 1,8 Mrd. Euro wird die Fondsperformance deutlich positiv beeinflussen", begründet Frank Billand die Maßnahme, deren positiver Effekt nur den bereits investierten Anlegern und nicht spekulativen Käufern zugute kommen soll. Der Vorstand der Union Investment Real Estate AG erwartet jedoch schon für Mitte September die Wiederöffnung des Fonds. Billand: "Dann wird die Transaktion in die Bücher aufgenommen und schlägt sich folglich auch in der Wertentwicklung nieder." Entsprechend sollte der Fonds in künftigen Vergleichen ein deutlich höheres Zwölf-Monats-Plus aufweisen als 5,33 Prozent per Ende Juli.

Übereinstimmungen gibt es auch hinsichtlich der Nutzungsarten der im Fonds enthaltenen Immobilien. Ähnlich wie bei der bislang unter dem Namen DB Real Estate firmierenden RREEF Investment sehen die Manager der Union-Investment-Tochter Potenzial für Einkaufszentren. "Angesichts der großen Zahl an Mietern ist das Leerstandsrisiko deutlich geringer, sofern die Zentren professionell geführt werden und attraktive Hauptmieter haben", sagt Billand und verweist auf den jüngsten Kauf eines Einkaufszentrums in Kiel. Der aktuelle Anteil dieser Immobilien von 24 Prozent soll mittelfristig auf bis zu 30 Prozent erhöht werden.

Zwei wesentliche Unterschiede weisen die beiden Fonds allerdings auf. Wohnimmobilien bleiben beim Uni Immo Deutschland komplett außen vor, während RREEF-Chef Hermann Wüstefeld diesen Markt für durchaus attraktiv hält und selektive Käufe nicht ausschließt. Am gravierendsten unterscheiden sie sich jedoch hinsichtlich der jüngsten Strategieänderungen: So sollen heimische Immobilien beim Uni Immo Deutschland künftig stärker im Vordergrund stehen und mit 60 bis 80 Prozent gewichtet werden. RREEF Investment ist mit dem Grundbesitz Europa hingegen den umgekehrten Weg gegangen und hat den Deutschland-Anteil von 59 auf 14 Prozent heruntergefahren.

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