Privatbank sucht Wachstum bei Spezialprodukten und durch Kooperationen
Oppenheim will Geschäft mit Fonds profitabler machen

Das Bankhaus Sal. Oppenheim will im Fondsgeschäft profitabler werden. Dieses Ziel nannte Detlef Bierbaum in einem Handelsblatt- Gespräch.

KÖLN. Der Mitinhaber des Kölner Institutes sucht deshalb Wachstum in margenträchtigen Produktbereichen. Außerdem unterstreicht er die Bedeutung des Joint Ventures mit dem US-Finanzriesen Prudential Financial (Prumerica) – ein in Deutschland einmaliger Schulterschluss.

Oppenheim Prumerica Fonds Trust zählt mit einem verwalteten Publikumsfondsvermögen von neun Mrd. Euro zu den mittelgroßen deutschen Häusern. Bierbaum will „in fünf Jahren das Publikumsfondsvolumen auf 17 Milliarden Euro steigern, die insgesamt betreuten Gelder auf 50 Milliarden Euro“. In den vergangenen vier Jahren stieg der Marktanteil bei den Wertpapier-Publikumsfonds laut Statistik des Fondsverbandes leicht auf 1,7 Prozent, während die Branche schrumpfte. Oppenheim arbeitete sich in der Liste der größten Anbieter vom elften auf den sechsten Platz vor.

„Wir haben jetzt 400 Personen im Asset-Management beschäftigt und viel investiert“, sagt Bierbaum. Von der Kosten/Einnahmen-Relation („Cost-Income-Ratio“) Mitte der neunziger Jahre von 55 Prozent ist das Haus heute aber noch weit entfernt. Bierbaum ist die Perspektive wichtig – er will die Effizienz steigern. „Wir lagen vor zwei Jahren bei 80 Prozent, sind jetzt bei 70 und wollen in zwei Jahren bei 60 Prozent sein“, kündigt er an. Zum Vergleich: Der DIT als Teil der Allianz Dresdner Asset Management und viertgrößter Publikumsfondsverwalter liegt ebenfalls bei einer Cost-Income Ratio von knapp 70 Prozent.

Bierbaum „verfolgt eine Wachstumsstrategie durch die Erschließung neuer Anlageformen wie Hedge-Fonds und ABS und die Forcierung von Wertsicherungskonzepten, vor allem für institutionelle Anleger“. Diese Produkte locken auch mit höheren Margen.

Laut Bernd Borgmeier, Sprecher der Oppenheim-Geschäftsführung und zuständig für Asset-Management, liegen zwei Dach-Hedge- Fonds bei der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vor. Die Zulassung wird in den nächsten Tagen erwartet. „Wir wollen in den ersten zwölf Monaten 250 Millionen Euro einsammeln“, sagt Marco Schmitz, Geschäftsführer der Publikumsfondsgesellschaft Oppenheim Prumerica Fonds Trust. Bei der Auswahl der fremden Einzel-Hedge-Fonds stützt sich Oppenheim auf die Expertise des spezialisierten US-Hauses Attica LJH. Bisher erhielten erst wenige andere deutsche Anbieter Zulassungen für Dach-Hedge-Fonds: DWS, Union Investment und Hansainvest.

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