Private Investoren setzen auf Festverzinsliches
Unternehmensanleihen sind jetzt die erste Wahl

Statt auf Aktien oder strukturierte Anlageprodukte setzen auch private Investoren verstärkt auf Unternehmensanleihen. Und das kommt den Schuldnern gerade recht. Denn seit Beginn 2009 füllen immer mehr Konzerne vor allem im Euroraum ihre Kassen am Bondmarkt auf. Die Bondinvestoren sind derzeit deren einzige Fremdkapitalgeber.

FRANKFURT. Und nicht nur die Emissionen steigen, auch die Renditeaufschläge fallen höher aus als noch vor wenigen Wochen. Mit einem Aufschlag von durchschnittlich 412 Basispunkten konnten Investoren für Investment-Grade-Anleihen von Nicht-Finanzdienstleistern rechnen. Die Unternehmensanleihe-Fonds allerdings erwirtschafteten in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von maximal rund sechs Prozent.

"Wegen der enttäuschten Renditeerwartungen von Aktien und alternativen Anlageprodukten schichten viele Investoren in Unternehmensanleihen um", sagt Peter Simons, der Fondsmanager des SK-Corporate-Bond-Invest-Deka-Fonds. Sein Produkt steht mit einer Wertentwicklung von knapp 1,4 Prozent auf Platz fünf der Feri-Fondshitliste. Den Fonds verteibt die Köln-Bonner Sparkasse mit einer Mindestanlage von 50 000 Euro allerdings ausschließlich an institutionelle Investoren.

Auch für private Anleger investierbar ist dagegen der W&W-Euro-Corporate-Bond-Fonds. Die Retailkunden der Wüstenrot & Württembergischen steuern aber nur rund 800 000 Euro zum Fondsvermögen von insgesamt knapp 60 Millionen Euro zu. "Der Fonds wird fast ausschließlich von institutionellem Kapital gespeist", sagt der Manager Martin Seitz. Die Retailtranche scheint für den Vertrieb noch nicht interessant. Doch das könnte sich künftig ändern: "Unternehmensanleihen sind derzeit eine der attraktivsten Assets", sagt der Experte. "Abgesehen natürlich von Banken-Nachranganleihen." Die bleiben bei seinem Fonds auch aussen vor, denn das Produkt ist ein Non-Financials-Fonds.

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